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Betroffene Gesichter: Königin Beatrix, ihr Sohn, Kronprinz Willem-Alexander, und seine schöne Gattin Maxima beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des Anschlags am 30.4. 2009.

Königin Beatrix würdigt Attentatsopfer

Amsterdam - Sieben Menschen riss er mit sich in den Tod: Der Attentäter, der im vergangenen Jahr versucht hatte, Königin Beatrix zu ermorden. Am Donnerstag gedenkt die Monarchin der Opfer - zum Ärger eines Bürgermeisters.

Unter massivem Polizeischutz für Königin Beatrix wird am Donnerstag in Apeldoorn der Opfer des blutigen Anschlags auf die niederländische Monarchin vor einem Jahr gedacht. In der Stadt im Osten des Landes hatte der Attentäter Karst Tates vor den Augen der königlichen Familie und Tausender Zuschauer sieben Menschen mit sich in den Tod gerissen.

Aus nicht völlig geklärten Motiven raste der 38-Jährige während des Festumzugs zum Königinnentag (30.4.), dem Nationalfeiertag der Niederlande, mit seinem Auto auf den offenen Bus der königlichen Familie zu. Er verletzte dabei 17 Menschen, von denen sieben starben - drei Frauen und vier Männer. Tates verfehlte aber sein Ziel und prallte mit seinem Kleinwagen auf ein Denkmal. Der Attentäter erlitt Schädelverletzungen, an denen er wenig später starb.

Zu Ehren der Opfer enthüllt Königin Beatrix (72) am Tatort in Apeldoorn ein Denkmal. Das Monument aus gläsernen Ballons auf einem Granitsockel symbolisiere Verletzlichkeit und Trauer, erklärte der Künstler Menno Jonker. An der Gedenkfeier nehmen auch Kronprinz Willem-Alexander (43), seine Frau Prinzessin Máxima (39) sowie Angehörige der Opfer des Anschlags teil.

Derweil beklagte Apeldoorns Bürgermeister Fred de Graaf das Ausmaß der Sicherheitsvorkehrungen. “Man fragt sich, in was für einer Welt wir angekommen sind, wenn solch absurde Maßnahmen getroffen werden müssen.“ Auf Weisung des Nationalen Büros zur Koordinierung der Terrorismusbekämpfung (NCTB) wurden rings um den Platz der Gedenkfeier Betonblockaden errichtet. Zugelassen sind nur handverlesene Gäste. Erst nach der Abreise der Königin ist das Denkmal für die Öffentlichkeit zugänglich.

dpa

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