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Königin Elizabeth II. weiht Diana-Brunnen ein

- London - Sieben Jahre nach ihrem Unfalltod in Paris hat Prinzessin Diana im Hyde Park in London ein nationales Denkmal bekommen. Ein Gedächtnisbrunnen, in dem Kinder plantschen und an dem Erwachsene Ruhe finden können, wurde von Königin Elizabeth II. eingeweiht.

  <P>Aber noch viel wichtiger als das Denkmal waren die Worte, die die Queen bei der kurzen Feier fand. Die Eröffnung des Brunnens war nämlich zugleich Chance zur "Versöhnung" mit den Spencers, der Familie Dianas. Sie trat am Dienstag erstmals seit der spannungsgeladenen Trauerfeier für Diana im September 1997 Seite an Seite mit der Königsfamilie in der Öffentlichkeit auf.</P><P>Die Queen nutzte denn auch die Gelegenheit, ihre frühere Schwiegertochter als einen "bemerkenswerten Menschen" zu würdigen. Diana habe mit ihrer "außergewöhnlichen Ausstrahlung" das Leben vieler Menschen berührt und verändert. "Natürlich gab es Schwierigkeiten. Aber Erinnerungen werden im Laufe der Zeit milder", sagte die Monarchin. Sie werde aber nie vergessen, dass Diana ihre beiden Enkel - die Prinzen William (22) und Harry (19) - so "glücklich" gemacht habe.</P><P>Für die Queen, so meinte die "Daily Mail" war es die "schwierigste Rede" ihres Lebens. Mit dem, was sie sage oder weglasse, könne sie die gar die künftige Richtung der Monarchie bestimmen. Auch die BBC sprach von einem "schwierigen" Aufritt. Immerhin war die Königin von der Boulevardpresse gedrängt worden war, in Zusammenhang mit Diana das Wort "Liebe" in den Mund zu nehmen. Dazu konnte sie sich am Dienstag aber nicht durchringen. "Die Queen zeigte sich so herzlich und emotional, wie sie es eben kann", kommentierte Diana-Biografin Ingrid Seward. "Die beiden Familien waren höflich zueinander. Aber ihre Versöhnung war nur kosmetisch."</P><P>Strahlend blauer Himmel, Kamerateams aus aller Welt und mehrere tausend Fans halfen den Windsors und den Spencers dabei, sich an diesem schwierigen Tag locker zu geben. Hofknickse, höfliche Verbeugungen, Küsse und Umarmungen bestimmten das Familientreffen. Dianas Bruder Charles, der mit seiner feurigen Trauerrede vor sieben Jahren die Kluft zwischen den Familien noch vertieft hatte, reichte am Dienstag einem sichtbar nervösen Prinz Charles die Hand. Herzliche und unbeschwerte Begegnungen aber blieben der jungen Generation vorbehalten. Die Prinzen William und Harry küssten überschwänglich ihre Tanten und Kusinen und schüttelten die Hände der zahlreichen Fans. Sie waren, ohne Zweifel, die "Stars" der Veranstaltung.</P><P>Bevor sie mit ihrem Bentley in den Buckingham-Palast zurückfuhr, machte die Queen einen Rundgang um den Brunnen, der nun eine bleibende Erinnerung an Diana, die "Prinzessin des Volkes", sein wird. Der monumentale ovale Steinring, durch den das Wasser mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, einmal ruhig, einmal temperamentvoll fließt, soll nach dem Willen seiner Erschafferin, der US-Architektin Katryn Gustafson, ein "fröhliches Denkmal für eine wunderbare Frau" sein.</P><BR> 

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