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Polanski ist polnischer und französischer Staatsbürger.

Ende Oktober

Krakauer Gericht entscheidet über Polanskis Auslieferung

Krakau - Im Fall Roman Polanski wird ein Krakauer Gericht wahrscheinlich Ende Oktober über einen Auslieferungsantrag der USA wegen der Missbrauchsvorwürfe gegen den Starregisseur entscheiden.

Der Richter selbst habe das Datum 30. Oktober genannt, sagte Polanskis Verteidiger Jerzy Stachowicz am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten die Anwälte des 81-jährigen Filmemachers in dessen Anwesenheit dem polnischen Gericht neue Dokumente, Expertengutachten und Zeugenaussagen vorgelegt.

Er habe wissen wollen, welche Dokumente vom Gericht angenommen würden und freue sich, dass dieses fast alle akzeptiert habe, sagte Polanski vor Journalisten, als er aus dem Gerichtsgebäude kam. Die Krakauer Richter entscheiden über die "Zulässigkeit" des US-Antrags. Wird er abgelehnt, ist der Fall aus polnischer Sicht abgeschlossen. Sollte das Gericht dem Gesuch dagegen stattgeben, obliegt die endgültige Entscheidung über eine Auslieferung dem Justizministerium in Warschau.

Vorzeitige Freilassung zur Flucht genutzt

Die US-Behörden werfen Polanski vor, im Jahr 1977 eine 13-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Der Regisseur bekannte sich nach seiner Festnahme wegen Sex mit einer Minderjährigen schuldig. Nach 42 Tagen im Gefängnis nutzte er seine vorläufige Freilassung kurz vor dem Urteilsspruch zur Flucht aus den USA.

Polanski ist polnischer und französischer Staatsbürger. Die USA hatten sich bereits um eine Festnahme des Regisseurs bemüht, als dieser im Oktober vergangenen Jahres zur Eröffnung des Jüdischen Museums nach Warschau gereist war. Schon damals wurde der Regisseur von den polnischen Behörden befragt, durfte aber wieder gehen. In Polen dreht Polanski derzeit einen Film.

Polanski war bereits 2009 auf US-Anweisung in Zürich festgenommen worden. Anschließend stand er in seinem Chalet im Schweizer Skiort Gstaad unter Hausarrest, bis ihn die Behörden nach rund zehn Monaten wegen Unklarheiten im Auslieferungsgesuch wieder freiließen.

AFP

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