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Spaniens Kronprinz Felipe

Kronprinz Felipe: Das verspricht er seinem Volk

Madrid - Spaniens Kronprinz Felipe will als künftiger König ein Diener seines Landes sein. Königin Sofía geht davon aus, dass es nach der Abdankung von König Juan Carlos einen ruhigen Wechsel auf dem Thron geben wird.

Spaniens Thronfolger Felipe will als künftiger König seine Kräfte ganz in den Dienst des Landes stellen. In seiner ersten Rede nach der angekündigten Abdankung von König Juan Carlos sagte der 46-jährige Kronprinz am Mittwoch, in schweren Zeiten heiße es zusammenzustehen. „Es ist eine begeisternde Aufgabe, den Spaniern zu dienen“, betonte der sichtlich bewegte Felipe bei einer Preisverleihung in Yesa in der nordspanischen Region Navarra.

Der Thronfolger soll nach den Plänen des Parlaments am 18. Juni zum König Felipe VI. ernannt werden. Das Datum wurde vom Königshaus allerdings noch nicht bestätigt. König Juan Carlos (76) hatte am Montag überraschend seine Abdankung angekündigt. Damit der Thronverzicht wirksam werden kann, muss das Parlament noch ein entsprechendes Gesetz verabschieden.

Juan Carlos wurde bei einem Unternehmertreffen mit anhaltendem Beifall und Hochrufen bedacht. Er bedankte sich mit den Worten: „Ich werde immer an Eurer Seite stehen. Macht weiter so!“ Eine Umfrage des staatlichen Forschungsinstituts CIS ergab, dass die Spanier die Monarchie nicht als ein Problem betrachten. Danach sahen nur 0,2 Prozent der Befragten im Königshaus einen Grund zur Besorgnis. Als größte Probleme wurden die Arbeitslosigkeit und die Korruption genannt. Die Umfrage war vor dem ankündigten Thronverzicht des Monarchen erstellt worden.

Königin Sofía äußerte sich gelassen zur angekündigten Abdankung ihres Mannes. „Es wird ein ganz ruhiger Wechsel werden“, sagte die 75-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) in New York. „Der Prinz steht für Kontinuität, es wird kein Problem geben“, betonte sie am Rande eines Besuches bei den Vereinten Nationen.

Felipes Ehefrau Letizia (41) als künftiger Königin riet sie, so zu bleiben, wie sie ist. „Sie ist sehr kompetent und bezaubernd, ich habe sie sehr lieb.“ Zu den Demonstrationen für die Abschaffung der Monarchie in Spanien wollte sich Sofía nicht äußern. „Darauf gehe ich nicht ein“, sagte sie. Auf ihrer letzten US-Reise als spanische Königin nahm Sofía in New York an einem Treffen des Kinderhilfswerks Unicef teil.

dpa

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