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Bei der Kulinarrischen Nacht der Gastronomie 2014 im Bayerischen Hof hat sich Münchens High Society gefeiert.

Gastronomenball 2014

Hier feiert sich Münchens High Society

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München - Politikern, Brauer, Wiesn-Wirte und Unternehmer: Bei der „Kulinarrischen Nacht der Gastronomie“ im Bayerischen Hof hat sich Münchens High Society gefeiert. Die Bilder:

800 Austern, eine vierteltonne Hummer, edle Weine und erlesene Gäste: Donnerstagnacht feierten sich die südbayerischen Spitzengastronomen im Bayerischen Hof selbst und genossen mit allen Sinnen – beim Gastronomenball, der diesmal unter dem Motto black & white stand. Ganz im Sinne von Wiesnwirt Edi ­Reinbold und seiner Verlobten Petra Wössner. „Ich liebe Schwarz-Weiß-Bälle, und hoffe, dass ich im Deutschen Theater in Zukunft noch oft meinen Smoking ausführen kann“, sagte Reinbold. Seine Leidenschaft hat er seinen Junioren Ludwig und Matthias (26 und 27) vererbt. Der Ludwig sieht im Smoking nicht nur prächtig aus, er macht auch eine fantastische Figur als Tänzer. „Ich flieg für einen Ball sogar nach Baden-Baden“, erzählte er. Sein Bruder Matthias schwang nur deshalb nicht das Tanzbein, weil er ein Meniskusproblem hat: „Sehr, sehr ärgerlich, dabei sind Bälle in meiner Generation wieder richtig im Kommen!“

Ist das so? Schmeißt man sich heute gerne wieder in Schale und übt die klassischen Tänze? „Na klar“, sagt Event-Manager Philip Greffenius (40), „das angestaubte Image der Bälle ist vorbei – heute gilt wieder vornehm statt flippig“, sagte er – und versprach seiner Frau Evelyn „nicht nur einen gepflegten Tanz“. Das Paar saß am Tisch mit Sandra und Pablo Landauer (39 und 46, ­Tölzer Kurhaus): „Die Disco­zeiten sind vorbei, heute wollen wir etwas Besonderes.“

Asam-Schlössl-Wirtin ­Birgit Netzle-Piechotka kann dem nur zustimmen: „Wir Frauen brauchen Gelegenheiten, unsere schönsten Kleider auszuführen!“ Für sie haben Bälle wieder Saison. „Der Knick, den 1991 der Golfkrieg brachte, weil niemand mehr feiern wollte, ist überwunden.“

Netzle-Piechotka hatte als Vize des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes zusammen mit dem Vorsitzenden Conrad Mayer den Ball wie gewohnt fantastisch organisiert und freute sich über den Ansturm. Da sie ihren 60. Geburtstag vor kurzem in Schuhbecks Teatro feierte, brachte sie den Gästen von dort besonderen Augenschmaus mit, nämlich eine Schlangenfrau und eine Stangentänzerin. Für den Kopf gab es Kabarett vom Feinsten mit Ude-Imitator Uli Bauer.

„Man muss den Leuten was bieten, eine gute Mischung, immer mal was Neues und ganz viel gute Tradition, das ist das Rezept für Erfolg in der Gastronomie“, das meinte denn auch Wiesnwirt Ludwig Hagn und lobte die gelungene Party, die seine Nachfolger im Vorstand des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands da organisiert hatten. Er schwinge gerne das Tanzbein, sagte Hagn, nur sei er heute leider viel schneller aus der Puste als früher. Aber zum Senioren lässt er sich trotzdem nicht gern abstempeln: „Vom Alpenverein haben sie mich auf Seniorenbeitrag umgestellt, aber ich zahl weiter voll. Wann ich Seniorenermäßigung bekomme, entscheid ich selbst!“ Wehmütig wird das Münchner Wirts-Urgestein aber doch, wenn er an den Fasching von früher denkt. „Früher hat jede Zunft einen Ball gehabt, es gab sogar drei Metzgerbälle, die Leute sind gerne rausgegangen, haben sich maskiert und ein bisserl verrucht gefühlt. „Heutzutage hat die Wiesn den Fasching abgelöst“. Günter ­Steinberg, Wirt vom Hofbräukeller und dem Hofbräuzelt, geht noch weiter: „Heuer hat die Jugend das ganze Jahr über Fasching.“ Für ihn sind Bälle, ob Schwarz-Weiß oder maskiert, ein Genuss: „Schließlich war ich 1966 Faschingsprinz, da hatte ich 136 Einzüge auf Bällen.“ Auch er hofft, dass die Jugend den Spaß an prächtigen Bällen wiederentdeckt.

Hier feiert sich Münchens High Society

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Die vielen Gäste, unter ihnen Hofbräu-Brauereiboss Dr. Michael Möller und Gattin Irmgard, freuten sich jedenfalls aufs Tanzen und das Riesenbuffet, ebenso Augustinerboss Dr. Jannik ­Inselkammer, Paulanerboss ­Andreas Steinfatt und seine Partnerin, die Tiroler Hotelierstochter ­Elisabeth Walch („Wir erwarten viel von der Ballsaison, vor allem im Deutschen Theater“). Und OB Christian Ude versprach: „Ich werde bald noch viel mehr Bälle genießen, weil ich im Ruhestand endlich nicht mehr im Morgengrauen ins Rathaus muss. Aber am liebsten mag ich den Schwabinger Künstlerfasching, da hab ich auch meine Edith kennengelernt!“

Susanne Sasse

 

Auszug aus der Gästeliste

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, MdB Johannes Singhammer, OB Christian Ude, Alexander Reissl (Vorsitzender der SPD Fraktion) , die Stadträte Richard Quaas, Mario Schmidbauer und Gabriele Neff, Wiesn-Ehrenrat Hermann Memmel, Wiesn Stadtrat Helmut Schmid, die Wiesnwirte Peter Inselkammer, Wiggerl Hagn, Dieter und Werner Hochreiter, Edi Reinbold, Lorenz Stiftl, Günter Steinberg, Chrstian Schottenhaml, Peter Schottenhaml, Dr. Jannik Inselkammer und Werner Mayer (Augustiner), Andreas Steinfatt (Hacker-Pschorr),

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