Mann sticht mehrere Menschen in Finnland nieder

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Impressionen von der Pariser Modewoche 

Paris - Am vierten Tag der Pariser Prêt-à-Porter-Schauen heißt der König der Modewelt Alber Elbaz. Grand Old Lady Vivienne Westwood bot Finesse. Recht verkopft kam Maison Martin Margiela daher.

Mit einer atemberaubend schönen Schau hat Lanvin-Designer Alber Elbaz am Freitagabend in Paris den bisherigen Höhepunkt der Prêt-à-Porter-Woche der Damenkollektionen markiert. Obwohl das Defilee seiner Entwürfe für Frühjahr/Sommer 2011 mit ärgerlichen 75 Minuten Verspätung an den Start ging, endete es mit tosendem Applaus. Elbaz zeigte einen souveränen Look für moderne Frauen, die ihren athletisch durchtrainierten Körper zeigen möchten, ohne billig zu wirken.

Impressionen von der Modewoche

Prêt-à-Porter: Pariser Modewoche

Er startete mit hautengen Tops in Beige und Rottönen zu lang wehenden, geschlitzten Plisseeröcken, hochhackigen Gladiatoren- Sandalen und einer raffinierten Gürtelkonstruktion, die die Models wie verführerische Amazonen wirken ließ. Um schmale Stretchkleider in schimmernden Brauntönen wanden sich schmeichelnde, asymmetrisch um den Körper gebundene Seidenschals, kleine Etuikleider in Metalltönen wirkten durch stufenförmige Raffungen soft.

Üppige Stickereien auf Cocktailkleidern gehören mittlerweile wie selbstverständlich zu Elbaz' Repertoire. Neu hingegen waren Hosen-Ensembles sowie superschicke Windbreaker-Jacken. Die afrikanisch anmutenden fließenden Ensembles aus langem Oberteil und Hose mit äußerst harmonischen Dschungeldrucken setzten der Schau die Krone auf.

Bei dem Unternehmen Maison Martin Margiela drehte sich alles um den Gegensatz von Zwei- und Dreidimensionalität. Vor den Entwürfen, die Elemente männlicher und weiblicher Mode mixten, prangte eine Art mit Stoff bezogener Leinwand, die das Modell gleichsam plattgedrückt reproduzierte.

Das hellblaue Herrenhemd erschien so noch einmal als Quadrat vor dem Körper, ebenso die feine graue Strickjacke oder der weiße schmale Rock. Als Variante gab es Entwürfe, deren “Leinwand“ einen Cocktaildress zeigte, das echte Kleid dahinter entpuppte sich hingegen als Tagesgarderobe. Das Spiel mit den Dimensionen erschien oft allzu verkopft. Schade, denn hinter dem Bild des Kleides verbarg sich oft ein sehr schönes echtes Gewand.

Vivienne Westwood zeigte eine heitere, leicht rustikal anmutende Kollektion, die mit großer Finesse und Perfektion geschneidert war. Blusige, weite Oberteile umgaben locker die Figur, große an das elisabethanische Zeitalter erinnernde Ausschnitte eröffneten tiefe Einblicke. Kittelkleider mit zarten Mustern wirkten ausgehfein, bauchfreie Grobstrick-Oberteile erinnerten dank ihres goldigen Schimmers an Gemälde aus der Renaissance. Regelrecht erfrischend waren diese Entwürfe der Grand Old Lady der Modewelt, die zudem noch die Gäste mit einer von ihr gestalteten, nachfüllbaren Wasserflasche auf den Plätzen erfreute. Die Flasche sollte Westwoods stete Appelle zu nachhaltigem, umweltgerechten Handeln unterstreichen. 

Von Stefanie Schütte

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