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In der ersten Show zum Vorentscheid des Eurovision Song Contest konnte Lenas Funke noch nicht überspringen. Zwei Shows gibt es noch, aber keine Konkurrenz.

Lenas Funke muss noch überspringen

Köln - Lena steht wieder im Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Sie singt, sie scherzt. Aber die Verzückung vom letzten Jahr will sich nicht wieder einstellen.

Köln (dpa) - Seit Montagabend läuft Deutschlands erste Castingshow mit nur einer Bewerberin: Lena Meyer-Landrut. Dass sie auch dieses Jahr wieder beim Eurovision Song Contest antritt, steht fest. So bleibt bei diesem Vorentscheid nichts weiter zu tun, als ihr Lied auszusuchen. Damit füllen die beiden ungleichen Partner ProSieben und ARD drei Shows von jeweils zwei Stunden. Noch in der Nacht von Oslo hatte Lenas Entdecker, Mentor und Übervater Stefan Raab bestimmt, dass sie den Titel dieses Jahr im eigenen Land verteidigen müsse. Für die Sendergewaltigen der ARD muss es eine ungewohnte Situation gewesen sein, auf diese Weise vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Sie haben seither immer beteuert, dass Herr Raab da wieder eine famose Idee gehabt hat. Aber Zweifel sind geblieben, selbst bei den Fans.

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Lena sang am Montag in der ersten Show von “Unser Song für Deutschland“ sechs Lieder, aus denen das Fernsehpublikum per Telefon und SMS drei für das Vorentscheid-Finale am 18. Februar auswählte. “Es kommt darauf an, dass Song und Künstler eine Synthese bilden“, verkündete Raab zu Beginn. Klar, das eine Lied passte besser zu Lena, das andere weniger. Aber die Begeisterung vom letzten Jahr, das Entzücken und Erstaunen über Fräulein Frech, das wollte sich bei keinem Song wieder einstellen. Geht ja auch gar nicht, schließlich ist Lenas Art mittlerweile allseits bekannt. Darum ist das richtige Lied um so wichtiger - das stimmt schon. Jurypräsident Stefan Raab und seine Mitjuroren, Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß und Unheilig-Sänger “Der Graf“, hielten sich dabei am Montag sehr zurück und fassten Lovely Lena durchweg mit Samthandschuhen an.

Wen wundert's - zwei der Songs waren von Stefan Raab höchstpersönlich. Auch seltsam, dass der Jurypräsident gleichzeitig zu den Wettbewerbern gehört. Aber die Auswahl trafen letztlich nicht die Juroren, sondern das Fernsehpublikum. Raab erinnerte daran, dass Lena nicht die erste Grand-Prix-Siegerin ist, die im nächsten Jahr noch mal antritt. 1958 tat das die Holländerin Corry Brokken. Er war ehrlich genug, ihr Abschneiden nicht zu verschweigen: Sie wurde letzte. “Wenn das kein gutes Omen ist“, spöttelte er.

dpa

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