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John Lennon wollte kein toter Held sein.

Lennons letztes Interview: "Will kein toter Held sein"

New York - Drei Tage vor seiner Ermordung hat John Lennon in seinem letzten großen Interview eine Rolle als “toter Held“ für sich abgelehnt. Dabei ging es aber nicht um Todesahnungen.

Der Ex-Beatle äußerte vor 30 Jahren in dem erst am Mittwoch ganz veröffentlichten Interview eher Unzufriedenheit. Über seine Fans und die Öffentlichkeit sagte er: “Was sie wollen, sind tote Helden, wie Sid Vicious and James Dean. Ich habe kein Interesse, ein toter Scheißheld zu sein... vergiss es, vergiss es.“ Die Zeit der Beatles sei vorbei. Lennon hatte einem Mitarbeiter des Musikmagazins “Rolling Stone“ nach dessen Angaben am 5. Dezember 1980 ein neunstündiges Interview gegeben - drei Tage vor seiner Ermordung.

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Der Journalist habe damals nur einen kurzen Auszug aus dem Gespräch veröffentlicht und die Bänder erst jetzt wiedergefunden. Lennon war in der ersten Hälfte der 1970er Jahre stets präsent, wurde aber auch von Alkohol- und Rauschgiftsucht und mangelndem Erfolg als Solomusiker geplagt. Nach der Geburt von Sohn Sean 1975 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, dachte 1980 aber offenbar an neue Auftritte. “Wir könnten das machen“, sagte er in dem Interview. “Aber da sind dann keine Rauchbomben, kein Lippenstift, keine blickenden Lichter. Es soll einfach gemütlich sein.“

Es war Lennons letztes Zeitungsinterview, dessen Auszug erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde. Am 8. Dezember 1980 wurde er von einem verrückten Fan erschossen, als er gerade von einem Radiointerview zurückkam. Dem “Rolling Stone“ hatte er noch gesagt: “Wir werden wiedergeborene Rocker sein und richtig durchstarten. Wir haben ja noch reichlich Zeit, oder? Reichlich Zeit.“

dpa

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