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Ihr letztes Buch erscheint posthum: Christine Kaufmann starb im Alter von 72 Jahren.

Mit viel Humor erzählte sie Liebesgeschichten

Unerotische Filmküsse: Ein Blick in Kaufmanns letztes Buch

Nun ist das letzte Vermächtnis von Christine Kaufmann erschienen. In Ihrem Buch „Liebesgeschichten“ gewährt die verstorbene Schauspielerin tiefe Einblicke in ihr Leben.

München - Amouröse Abenteuer - davon hatte Schauspielerin Christine Kaufmann (†72) in ihrem wilden, aufregenden Leben viele. Warren ­Beatty, Helmut Dietl und Eric Clapton sind nur einige der bekannten Namen, die in ihrem letzten Buch „Liebesgeschichten - Anekdoten aus dem 20. Jahrhundert“ auftauchen. Augenzwinkernd und mit viel Humor erzählt die gebürtige Österreicherin von ihrer bewegten Kindheit, der außergewöhnlichen Ehe mit Schauspieler Tony Curtis und ihren Affären zwischen München und Los Angeles. Außerdem gibt sie Einblicke in ihr privates Bildarchiv. Kurz vor ihrem plötzlichen Tod Ende März sei ihr Buch „gerade fertig geworden“, teilte Kaufmanns Verlag Attenkofer mit. „Mit enormer Disziplin und Freude“ habe sie das Buch vollendet. Am Freitag wurde es nun offiziell vorgestellt. Die tz präsentiert Auszüge. 

(Lesen Sie hier einen Nachruf auf Christine Kaufmann: Sie hatte ein großes Herz.)

Nacktheit auf der Bühne

Als Muse von Regisseur Werner Schroeter kam Kaufmann ans Bochumer Theater. „Eine Art Hörigkeit machte mich zu Wachs in seinen Händen. Die vollkommene Nacktheit auf der Bühne und sein Genie stellten mich an den Pranger, aber in einer Weise, die trotz der vielen Verrisse jeden Abend zu Szenenapplaus führte.“

Kindliche Sexgöttin

Sie war dreizehneinhalb Jahre alt, mitten in der Pubertät, als die junge Christine ­Kaufmann in ihrem ersten italienischen Film mitspielte. „Die Küsse fremder Männer vor der Kamera waren wie Knickse, unerotisch, wie ich es im Nachhinein entdeckte. Vielmehr erfasst mich sinnliche Lust auf anderen Wegen.“

Zweikampf um die Beute

1963 fing das Rennen an. Der amerikanische Schauspieler Tony Curtis verehrte die damals 17-jährige Christine Kaufmann. „Es war klar, Tony wollte mich unbedingt heiraten und ich würde im Gegenzug keine Filme mehr drehen müssen.“ Bei den Golden Globes traf sie ihren späteren Liebhaber Warren Beatty.

Platonische Sexualität

1971 entdeckte ­Kaufmann die Welt des Regisseurs Werner Schroeter, dem Genie aus Heidelberg. „Werner sah aus, wie ich mir einen Reptiliengott vorstellte. Lang, schmal mit einem kalten und zugleich sexualisierenden Blick.“

Abenteuer Freiheit

Der Umzug 1967 in eine Villa in Rom bedeutete das Ehe-Ende von Tony ­Curtis und Christine Kaufmann. „Die großen Räume milderten das mittlerweile deutliche Desinteresse des schönen Ehepaares aneinander.“

Nach Kaufmanns Tod: So trauert das „Spatzl“ aus „Monaco Franze“

„Liebesgeschichten - Anekdoten aus dem 20. Jahrhundert“, 151 Seiten, Verlag Attenkofer, 24,80 Euro.

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