1. Startseite
  2. Boulevard

Prinz Harry lässt Memoiren nach Tod der Queen in letzter Minute umschreiben

Erstellt:

Von: Annemarie Göbbel

Kommentare

Prinz Harry hat versucht, seine für Herbst angekündigten Memoiren zu entschärfen, da er befürchtete, sie würden nach dem Tod der Queen „nicht gut ankommen“.

London – Abschied und Beerdigung Queen Elizabeths II. (96, † 2022) suchen an Größe und aufgewühlten Emotion seinesgleichen. Millionen Menschen harrten in einer endlosen Schlange meist über zehn Stunden aus, nur um Sekunden vor der aufgebahrten Queen in der Westminster Hall zu verbringen und sich persönlich von ihrer Königin verabschieden zu können. Die gigantische Welle der Trauer, die London überflutete, entging auch ihrem Enkel Prinz Harry (38) nicht.

Angesichts des Todes der Queen erscheinen die Memoiren offenbar pietätlos

In Panik habe Prinz Harry „verzweifelt“ versucht, nach dem Tod seiner königlichen Großmutter in letzter Minute noch Änderungen an seinen offenbar doch brisanten Memoiren vorzunehmen. So kurz nach dem Tod der beliebten Regentin und der Thronbesteigung seines Vaters Charles III. (73) fürchtet er wohl, dass einige Abschnitte „unsensibel“ seien. Doch für die Hälfte des 35-Millionen Pfund (knapp 40 Millionen Euro) Deals will der Verlag natürlich auch etwas geboten haben.

Zunächst vollmundig angekündigt, war die Erwartungshaltung an die Erinnerungen des Zweitgeborenen hoch. Doch über den Erscheinungstermin schwieg der Penguin Random House sich trotz vielfacher Nachfragen aus, als die Zeit gekommen war. Hintergrund war offenbar eine Nachbesserung des ersten Entwurfs. Zu gefühlsduselig sei die Version gewesen, hieß es, „zu emotional“ und „konzentriert auf psychische Probleme“. Zudem seien die Vorverkaufszahlen bei Weitem hinter der Vermutung des Verlags zurückgeblieben.

Prinz Harrys Memoiren-Deal mit Random House

Zur Nachricht des Erscheinens wurde „vorläufig für Ende 2022“ einen relativ konkreten Zeitraum für die Memoiren Prinz Harrys angekündigt. „Eine inspirierende, mutige und erbauliche menschliche Geschichte“, solle es werden. In der Ankündigung hieß es weiter, er werde die Bücher herausgeben „nicht als der Prinz, als der ich geboren wurde, sondern als der Mann, der ich geworden bin“.

Prinz Harry macht dem Verlag einen Strich durch die Rechnung

Prinz Harry geriet angesichts der bestehende Fassung seiner Memoiren zum Zeitpunkt des Todes Queen Elizabeths II. offenbar in Panik und setzte alles daran nachzubessern (Fotomontage).
Prinz Harry geriet angesichts der bestehende Fassung seiner Memoiren zum Zeitpunkt des Todes Queen Elizabeths II. offenbar in Panik und setzte alles daran nachzubessern (Fotomontage). © Matt Dunham/dpa & Christian Charisius/dpa

„Schließlich wurde der endgültige Entwurf fertiggestellt und abgesegnet, und es wurde viel Geld und Energie aufgewendet, um sicherzustellen, dass das Buch noch dieses Jahr herauskommt“, heißt es weiter. Doch der Tod der Queen ändert für den royalen Autor alles: Ganze Abschnitte hätte Harry ändern wollen, an der Tonlage müsse gefeilt werden. Ob er sich mit der softeren Variante durchsetzen kann, scheint indessen noch in der Schwebe zu sein. „Es könnte auch zu spät sein“, orakelte die Quelle der „Sun“.

Alle News zu Queen Elizabeth II. auch in unserem Newsletter kompakt zusammengefasst. Hier anmelden 

Der „Sun on Sunday“ sagte eine Quelle, man hätte verlagsseitig die Millionen für einen vier Titel umfassenden Vertrag in die Hand genommen, weil die Bekanntheit des Prinzen in der Welt enorm ist. Jetzt steigt die Spannung, wann das Werk Prinz Harrys nun wirklich in den Buchregalen landen wird. Wo der Verlag mehr bangt, kann die Royal Family aufatmen, Harrys Versuch der Nachbesserung kann auch als Zeichen der Versöhnung gesehen werden. Verwendete Quellen: thesun.co.uk, dailymail.co.uk

Auch interessant

Kommentare