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Luxemburgs Großherzog Henri (56) hat bei der Thronfolge die Gleichberechtigung im Herrscherhaus Luxemburg-Nassau eingeführt.

Auf Luxemburgs Thron ist jetzt auch Platz für Frauen

Luxemburg - Luxemburgs Großherzog Henri (56) hat bei der Thronfolge die Gleichberechtigung im Herrscherhaus Luxemburg-Nassau eingeführt.

Künftig wird grundsätzlich das erstgeborene Kind Thronfolger - unabhängig davon, ob es männlich oder weiblich ist. Dies teilte der Hofmarschall des Großherzogs am Montag mit. Bisher galt, dass der Thronfolger stets ein Mann sein musste. Nur dann, wenn es keinen männlichen Thronfolger gab, konnten auch Frauen Großherzogin werden.

Den offiziellen Angaben zufolge hat Großherzog Henri die Änderung der Thronfolgeregelung bereits im September vergangenen Jahres per Dekret verfügt. Es wurde jedoch erst jetzt mitgeteilt. Es werde aber weiterhin an der Modernisierung des sogenannten “Familienpakts“ gearbeitet, teilte der Hof mit. Die Neuregelung ändert nichts daran, dass der bisherige Thronfolger Guillaume (29) auch weiterhin Thronfolger bleibt.

Das sind die wichtigsten Adelshäuser

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Bis 1890 war der König der Niederlande gleichzeitig auch König von Luxemburg. Dann ging der Thron an das deutsche Haus Nassau-Weilburg über, das sich heute Luxemburg-Nassau nennt. Zwei Großherzoginnen gab es bisher: Marie-Adélaïde bestieg den Thron 1912 und dankte 1918 nach Vorwürfen der Kollaboration mit den Deutschen ab, um in ein Kloster zu gehen. Daraufhin übernahm ihre Schwester Charlotte den Thron. Sie dankte 1964 zugunsten ihres Sohnes Jean ab.

dpa

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