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Nicht alle Schweden haben für Prinzessin Madeleines Schonung Verständnis.

Schwedisches Blatt wettert

Ist Madeleine eine "Prinzessin auf der Erbse"?

Stockholm - Ist Prinzessin Madeleine eine "Zimperliesel"? Die schwedische Zeitung wettert gegen sie, weil die Schwangere ihre royalen Aufgaben vernachlässigen soll.

Prinzessin Madeleine von Schweden scheint endlich ihr Glück gefunden zu haben: Seit Juni 2013 ist sie mit Chris O'Neill verheiratet, Anfang September gab die 31-Jährige bekannt, dass sie ihr erstes Kind, ein Mädchen, erwartet. So viel häusliches Glück ist Grund zur Freude für ihre Landsleute - doch die sollen wegen ihres übertriebenen Prinzessinnen-Gehabes verärgert sein.

Dieser Meinung ist jedenfalls die schwedische Illustrierte "Svensk Damtidning", die Madeleine böse als "Prinzessin auf der Erbse" bezeichnet. Im gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen gibt sich eine Prinzessin dadurch zu erkennen, dass sie von einer Erbse um den Schlaf gebracht wird, die sie selbst durch einen Berg von Matratzen noch spüren kann. Und auch Madeleine von Schweden unterstellt das Blatt, zimperlich zu sein: Demnach heißen die Schweden es nicht gut, dass sie die Teilnahme an den Nobelpreis-Feierlichkeiten abgesagt hatte. Auf ihrer Facebook-Seite gab die Vierte in der schwedischen Thronfolge bekannt: "Es macht mich traurig, dass ich die Nobelpreis-Feierlichkeiten in diesem Jahr nicht besuchen kann. Aufgrund der Tatsache, dass ich im Februar ein kleines Mädchen erwarte, wäre es für mich beschwerlich, an dem langwierigen Programm über zwei Tage teilzunehmen. Mein Herz wird jedoch in Stockholm sein." Die Kommentare unter ihrem Post waren jedoch überwiegend positiv gestimmt: Das Wohl der werdenden Mutter und des ungeborenen Kindes stehe an erster Stelle.

Nur eine "Stippvisite" auf Königin Silvias Besuch

"Ich hoffe, Sie werden zum Geburtstag Ihrer Mutter in Schweden sein", merkte eine Userin an. Tatsächlich kam die Prinzessin kurz vor Weihnachten zum 70. Geburtstag von Königin Silvia nach Schweden, erschien jedoch wegen einer Erkältung nicht beim offiziellen Empfang. Kurze Zeit später soll sie jedoch beim Stadtbummel in Wien gesichtet worden sein. Auch ihre darauffolgenden Pflichttermine, etwa im Königlichen Reitstall, soll sie kurz und knapp absolviert haben.

Nimmt Madeleine ihre Pflicht als Repräsentantin des schwedischen Königshauses nicht ernst genug? Mit ihrem Ehemann, dem Investmentbanker Chris O'Neill, lebt die 31-Jährige in New York und kommt nur zu wichtigen Anlässen nach Schweden. Dabei dürften ihre royalen Aufgaben überschaubar sein: Immerhin steht sie in der Thronfolge nur an vierter Stelle hinter Kronprinzessin Victoria, deren Tochter Estelle und ihrem älteren Bruder Prinz Carl Philip.

Allerdings lebt die hochschwangere Prinzessin in den USA nicht von der Apanage der schwedischen Steuerzahler, sondern finanziert ihr privates Leben selbst. Zudem arbeitet sie in New York als Ehrenmitglied in der von Königin Silvia gegründeten Hilfsorganisation "World Childhood Foundation".

Und auch die Herzen der Schweden könnte die werdende Mutter leicht zurückgewinnen: Indem sie ihre Tochter im Februar 2014 nicht in New York, sondern in Schweden zur Welt brächte. Damit würde Madeleine ein wichtiges Zeichen setzen und dem Land eine kleine Prinzessin schenken. Doch ob sie sich kurz vor der Geburt den 8-Stunden-Flug nach Stockholm erneut zumutet, bleibt abzuwarten: Wo Madeleine von Schweden ihr Kind entbinden möchte, hat sie bislang nicht bekannt gegeben.

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