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Madonna mit einem ihrer beiden ersten Adoptivkinder aus Afrika

Gerichtliche Entscheidung

Madonna darf zwei weitere Kinder aus Malawi adoptieren

Lilongwe - Aus zwei mach vier: Popstar Madonna will offensichtlich zwei weitere Kinder aus Malawi adoptieren. Dieses mal sind es Zwillinge.

Ein Gericht in Malawi hat Sängerin Madonna (58) die Adoption von zwei Mädchen aus dem Land im Südosten Afrikas gestattet. Die Pop-Ikone dürfe die vierjährigen Zwilinge Esther und Stella adoptieren, erklärte Justizsprecher Mlenga Mvula am Dienstag. Madonna hatte bereits 2006 einen Jungen, David, und 2009 ein Mädchen, Mercy, aus Malawi adoptiert. Der Superstar hat darüber hinaus zwei leibliche Kinder, Lourdes Maria und Rocco.

Ein Sprecher Madonnas wollte dazu am Dienstag zunächst nicht Stellung nehmen. Damit blieb auch noch unklar, wie schnell die Sängerin die beiden Mädchen zu sich nehmen wollte. Nach malawischem Recht erfolgt die Adoption im ersten Jahr auf Probe. Bei Problemen könnten die Behörden ihre Genehmigung in dieser Zeit noch widerrufen. Madonna „wird unter Beobachtung stehen“, erklärte Mvula.

Der Weltstar hatte sich vergangenen Monat während eines Besuchs in Malawi bei Gericht in der Hauptstadt Lilongwe um die Adoption bemüht. Damals erklärte ein Sprecher der Sängerin, die geplante Adoption sei „nicht bestätigt“, er verneinte den Plan aber auch nicht.

Madonna unterstützt in Malawi mehrere Projekte für Kinder, darunter eine Kinderabteilung in einem Krankenhaus in der Stadt Blantyre. Die neue Einrichtung werde eine große Auswirkung auf die Rettung von Kinderleben haben, hatte die Diva nach einem Besuch im vergangenen Jahr gesagt. Malawi gehört einem umfassenden UN-Index zufolge zu den 20 ärmsten Ländern der Welt.

Madonnas Beziehung zu dem Land war nicht immer einfach. Der malawische Präsident Peter Mutharika hat die Sängerin zu Malawis Botschafterin für Kinderwohlfahrt ernannt. Seine Vorgängerin, Joyce Banda, hatte dagegen so manche Misstöne mit dem Star. Banda warf Madonna vor, ihren Ruhm und Reichtum zu missbrauchen, um die Gunst und das Wohlwollen der malawischen Bevölkerung zu gewinnen.

dpa

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