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Mady Rahl und ihr österreichischer Kollege Karl Schönböck in dem Film "Eine Nacht im Mai"

Mady Rahl in München gestorben

München/Hamburg - Die Ufa-Schauspielerin Mady Rahl ist tot. Wie ihr Betreuer Thomas Speyerer mitteilte, erlag die 94-Jährige am Abend im Klinikum Bogenhausen in München einem Krebsleiden.

Mady Rahl wurde am 3. Januar 1915 als Edith Gertrud Meta Raschke in Berlin geboren. Sie besuchte ein Mädchenlyzeum, lernte Schreibmaschine und Stenografie, um sich als Privatsekretärin die teuren Gesangs- und Tanzstunden leisten zu können. Sie verließ die Schule und wurde sofort am Alten Theater in Leipzig engagiert. Als sie vorsprach, soll es geheißen haben: “So was wie Sie wird nicht geprüft. Das wird engagiert!“

Das Theater blieb neben dem Film ihre zweite künstlerische Heimat. In den 50er Jahren begeisterte sie in München das Publikum monatelang als “Ehrbare Dirne“ und “Blauer Engel“. Später startete sie eine dritte Karriere im Fernsehen, wo sie in zahlreichen Rollen auftrat - etwa im “Tatort“, “Polizeiruf 110“ oder in der Familienserie “Die Wicherts von nebenan“. Ihre unverwechselbare Stimme setzte sie auch als Synchronsprecherin ein. So lieh sie etwa der Wildgans Akka in der Zeichentrickserie Nils Holgersson ihre Stimme.

Auch das Privatleben der Schauspielerin verlief turbulent. Sie war dreimal verheiratet und wurde dreimal geschieden. In betagterem Alter erwies sie sich als talentierte Malerin impressionistischer Bilder und Aquarelle.

dpa

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