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Mando Diao-Sänger Björn Dixgard bei einem Auftritt.

Schweden kehren zurück

Mando Diao im Interview: „Wollten unbedingt weitermachen“

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Sie sind dieses Jahr volljährig geworden: Mando Diao gibt es seit 18 Jahren. Der Export aus Schweden kehrt nach einer längeren Pause zurück. Wir haben die Band interviewt.

Mando Diao gehören zu den erfolgreichsten skandinavischen Musikexporten – auch wegen ihres Megahits „Dance with Somebody“. Wir haben die Schweden anlässlich ihres achten Albums „Good Times“ zum Interview gebeten.

Euer neues Album "Good Times" kam am 12. Mai heraus. Drei Jahre zuvor habt Ihr Euer letztes Album "Ælita" veröffentlicht, das geprägt war von Synthesizer-Pop und einem 80er Jahre-Vibe. Jetzt seid Ihr wieder mit Rock am Start. Warum? 

Mando Diao: Wir haben eine turbulente Zeit hinter uns. Aber wir wollen einfach nur eine Band sein, einfach nur zusammen spielen und Musik machen. Also eine tolle Zeit miteinander und Spaß haben. Das ist es dann auch, was passiert ist. Es war keine durchdachte Entscheidung, sondern einfach dieses Gefühl, wieder eine Band sein zu wollen, die Spaß an dem hat, was sie macht. Also sind wir ins Studio gegangen, machten Musik und genossen es einfach, wieder zusammen zu spielen. So entstand das Album.

Euer neues Album ist zum großen Teil eine Reise zurück zu Euren musikalischen Wurzeln, nur eben ganz neu und frischer, sogar ein bisschen funky und zum Teil auch mit einem Hauch Melancholie. Ist dies anhand des vorher Gesagten ein natürlicher Prozess? Was waren Eure Intentionen und persönlichen Ziele für das neue Album?

Mando Diao: Wir versuchen nie, alte Dinge neu zu machen oder uns zu wiederholen. Vielmehr suchen wir nach neuen Inspirationen und wollen neue Dinge entdecken. Wir wollen unseren Horizont erweitern. Und wir wollen frisch und kreativ bleiben. Unser neuer Gitarrist Jens Siverstedt hat einige neue Ideen eingebracht – ebenso wie die bisherigen Bandmitglieder. Dieses Zusammenspiel ist für uns sehr wichtig und elementarischer Bestandteil unserer Zusammengehörigkeit. Das Ziel war also eher, dass jeder seinen Part innerhalb der Albumentstehung mit einbringt und wir einfach richtig zusammenarbeiten, so dass wir viele Ideen für das Album zusammenbringen konnten. Es gibt so viel Talent, Kraft und Erfahrungen in der Gruppe. Das wollten wir nutzen und schauen, was dabei herauskommt. Und was die Melancholie anbelangt… nun, wir sind Schweden! (lacht)

"Good Times" ist das erste Album, an dem - über das Einbringen von Ideen hinaus - auch jedes Bandmitglied aktiv mitgeschrieben hat. War dies ebenfalls Teil der Idee von der gemeinsamen Arbeit? 

Mando Diao: Ja, das kam ganz natürlich. Wir kennen uns ja alle mittlerweile ganz gut, und wollten unbedingt alte Routinen brechen. Und weil wir uns so gut kennen, konnten wir das auch. Das ist ziemlich gut. Es ist zwar eine Herausforderung, aber es fühlt sich einfach gut und richtig an. Das ist unsere Bestrebung als Band, dass es gut wird. Jeder hat seinen Anteil an dem Ganzen, also dem Album, und ist ein aktiver, tief involvierter Teil davon. Das hebt das Ganze auf eine neue Stufe!

Was sind noch Unterschiede, nachdem Gustaf die Band verlassen hat? 

Mando Diao: Wir waren ehrlich geschockt, als er ging. Aber er wollte nun mal andere Dinge machen. Und das ist okay. Wir anderen wollten aber unbedingt weiter machen! Also taten wir das auch und legten los! Es hat eine Weile gebraucht, aber das Feeling in der Gruppe ist großartig. Wir haben total viel Spaß, positive Energie und sind sehr aufgeregt, wieder spielen zu können. Es ist also alles gut!

Mando Diao

Wann: 29. November 2017, 20 Uhr 

Wo: Zenith Tickets: ab 44 Euro, erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen 

Weitere Infos unter: www.mandodiao.com

Video: Mando Diao über das Album „Good Times“

Video: Glomex

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