McCartney in Deutschland

- Köln - Paul McCartney rockte - und 14 000 Fans jubelten. Mit Beatles-Klassikern wie "Hey Jude" oder "Can't Buy Me Love" brachte Sir Paul sein Publikum bei seiner ersten Deutschland-Tour seit zehn Jahren zum Toben. In der ausverkauften Kölnarena lieferte der Ex- Beatle zum Auftakt der Tour ein dichtes und abwechslungsreiches Drei-Stunden-Programm. Dabei gab es McCartney an akustischer oder E-Gitarre, am Piano und an der Ukulele - mal mit sattem Sound und Band, mal solo und mit leiseren Tönen.

Rundzwei Drittel der 37 Stücke stammten aus der Zeit der legendären"Pilzköpfe", der Rest aus seiner Wings-Karriere oder Solo- Zeit."Guten Abend Köln", rief der in Jeans, rotem Shirt undtürkisfarbenem Jackett gekleidete 60-Jährige seinen begeistertenFans zu. "Ich habe ein bisschen Deutsch in der Schule gelernt, inLiverpool." Topfit und Energie geladen wirkte Sir Paul, als ereinen Querschnitt durch seine rund 40-jährige Karriere zum Bestengab.

Nach einem eher bedächtigen ersten Drittel mit zwei Premieren - "das ist das erste Mal, dass ich dieses Lied in Deutschland gesungen habe" - drehte McCartney richtig auf. Mit Titeln wie "Blackbird" und "We Can Work It Out" aus den 60er Jahren riss er das überwiegend ältere Publikum buchstäblich vom Hocker.

Zu den musikalischen Höhepunkten gehörte auch "Live And Let Die", der Titelsong des gleichnamigen James-Bond-Films. Das Stück war einer der großen Erfolge McCartneys mit seiner Band Wings, die er 1971 mit seiner ersten Frau Linda Eastman gegründet hatte. Bei dem Titel zischte Feuerwerk über die Bühne. Ansonsten blieb die Bühnenshow aber eher schlicht. Mehrere Leinwände zeigten Bilder der Beatles. Zu "Band On The Run", ebenfalls ein Wings-Erfolg, und "Back In The USSR" tanzten die Fans ausgelassen.

Sir Paul, der nach eigenen Bekunden noch lange nicht ans Aufhören denkt, wurde in Köln aber auch als Meister der Balladen gefeiert. Seiner an Krebs verstorbenen ersten Gattin Linda widmete er einen Song, ebenso wie seiner "lieben Frau Heather", die er im vergangenen Jahr geheiratet hatte. Ein Stück sang er für seinen "Freund John" (Lennon), eines für George (Harrison). Dabei verwandelte sich die Kölnarena in ein Lichtermeer, Feuerzeuge brannten. Den Kindern im Irak widmete McCartney einen "Charity-Song".

Begleitet wurde der Säner von vier jungen Musikern: Drummer Abe Laboriel junior zerbrach im Feuereifer gleich mehrere Schlagstöcke, an den Gitarren rockten Rusty Anderson und Brian Ray, am Keyboard Paul "Wix" Wickens. Bei den fünf - geplanten - Zugaben präsentierte sich McCartney in einem T-Shirt mit der Aufschrift "no more land mines" und lief kurz mit einer Deutschland-Fahne über die Bühne.

Die Europa-Tour "Back In The World 2003" des Ex-Beatles hatte im März in Paris begonnen. In Deutschland macht der als erster Rockmilliardär der Geschichte geltende Musiker noch in Hannover (30.4.), Oberhausen (8.5.), München (17./18.5.) und Hamburg (21.5.) Station.

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