Vorwürfe gegen Palast

Meghan & Harry im Interview mit Oprah: Sie enthüllen Schockierendes - „Wollte nicht mehr leben“

  • Judith Braun
    vonJudith Braun
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Gespannt warteten Zuschauer weltweit auf die Ausstrahlung des Oprah Winfrey-Interviews mit Meghan und Prinz Harry. Sie enthüllten schockierende Details aus ihrem Leben im Palast.

Los Angeles - Es ist wohl bereits jetzt - nicht nur für royale Fans - das TV-Highlight des Jahres: Das weltweit mit Spannung erwartete Interview von Prinz Harry (36) und seiner Ehefrau Meghan Markle (39), welches sie gemeinsam der US-Talk-Lady Oprah Winfrey gaben, wurde am Sonntagabend (Ortszeit) vom US-Sender CBS ausgestrahlt. Kurz zuvor gab es einen TV-Gegenschlag von Queen Elizabeth II. mit einer klaren Botschaft. Trotz der Bemühungen des Palastes entschied sich das Paar dazu, das Interview nicht zu verschieben. Meghan und Prinz Harry enthüllten vor einem TV-Millionenpublikum einige brisante und teils schockierende Details aus ihrer Zeit im britischen Königshaus.

Meghan und Harry bei Oprah Winfrey: Rassismus-Vorwürfe gegen Königsfamilie

Dabei sind es wohl zwei Enthüllungen, die den Zuschauern besonders im Gedächtnis hängen bleiben werden. Denn wie Meghan und Harry berichteten, soll die Herzogin vor ihrem Megxit innerhalb der eigenen Königsfamilie Rassismus erfahren haben. Bereits vor der Geburt von Sohn Archie soll sich die königliche Familie Sorgen um die Hautfarbe des siebten Thronfolgers gemacht haben. Meghan ist die Tochter eines weißen Vaters und einer afroamerikanischen Mutter.

Während der Schwangerschaft musste sich die Ehefrau von Prinz Harry Gesprächen stellen und erklären, welche Hautfarbe das Neugeborene wohl haben werde. Es habe Bedenken und Gespräche gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, so die Herzogin. Noch dazu habe Meghan von Harry erfahren, dass die Königsfamilie mit dem Gedanken spielte, ihrem Sohn den Prinzentitel zu verwehren. Mit der Nennung der Personen, die diese Äußerungen tätigten, hielt sich das Paar jedoch zurück. Während des gesamten Interviews vermieden sie persönliche Angriffe gegen Mitglieder der Königsfamilie. Mit dem Rassismus, den die ehemalige US-Schauspielerin nach eigenen Angaben im engsten Kreis erfahren musste, hatte sie so schwer zu kämpfen, dass sie kurzzeitig unter Depressionen litt. Auch während dieser Zeit fühlte sich sich vollkommen im Stich gelassen.

Meghan und Harry bei Oprah Winfrey: Herzogin durfte sich keine professionelle Hilfe holen

„Ich wollte einfach nicht mehr am Leben bleiben. Das war ein sehr klarer und realer und beängstigender Gedanke“, verriet die 39-Jährige gegenüber Winfrey unter Tränen. „Ich dachte, es würde die Situation für alle lösen.“ Die ständige negative Berichterstattung in der britischen Presse war zudem irgendwann so belastend für sie, dass sie Selbstmordgedanken hegte. Sie wandte sich mit ihren seelischen Problemen sogar an die Königsfamilie und erklärte, dass sie leide und professionelle Hilfe benötige. Doch vom Palast wurde ihr mitgeteilt, dass sie sich keine Unterstützung holen könne, da „dies nicht gut für die Institution sei.“

Der fehlende Rückhalt aus der eigenen Familie führte schließlich dazu, dass das Paar Großbritannien den Rücken kehrte und seitdem in den USA lebt. Sie erwarten im Sommer ihr zweites gemeinsames Kind. Auch darüber sprachen die beiden mit Talk-Queen Oprah Winfrey und verrieten sogar das Geschlecht: Harry und Meghan können sich auf ein Mädchen freuen. „Einen Jungen zu haben und ein Mädchen, was kann man mehr wollen?“, so Harry. (jbr)

Im deutschen Free-TV wird das Interview am Montag (8. März 2021) in voller Länge ausgestrahlt werden. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu Sender und Sendeterminen.

Generell berichten wir nicht über Themen, die mit Selbsttötung in Verbindung stehen könnten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Rubriklistenbild: © Joe Pugliese/Harpo Productions/AP/dpa

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