Meghan Markle und Prinz Harry
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Meghan Markle und Prinz Harry gaben US-Talkmasterin Oprah Winfrey ein brisantes Interview.

Interview des Jahres

Meghan und Harry erheben im Oprah-Interview brisante Vorwürfe - Die wichtigsten Aussagen

  • Judith Braun
    vonJudith Braun
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Es ist bereits das TV-Highlight des Jahres: Meghan Markle und Prinz Harry gaben Oprah Winfrey ein Interview. Eine Zusammenfassung.

Los Angeles - Das Interview mit Meghan Markle (39) und Prinz Harry (36) ist weltweit auf großes Interesse gestoßen. In einer zweistündigen Aufzeichnung des Gesprächs mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey (67) sprachen die Ex-Royals beim amerikanischen Sender CBS über das, was sich hinter den dicken Mauern des britischen Königshauses in ihren Augen abspielte. Rassismus-Vorwürfe, Selbstmordgedanken und Gerüchte um einen Zoff mit Schwägerin Kate sind nur wenige von vielen angerissenen Themen, zu denen sich das Paar äußerte.

Meghan und Harry im Interview mit Oprah Winfrey: Wichtigste Aussagen zu Hochzeit und Kindern

  • Meghans erstes Treffen mit Queen Elizabeth II. sei ohne große Formalitäten abgelaufen. Es gab ein spontanes Zusammenkommen im Garten von Prinz Andrew und Sarah Ferguson. Diese half ihr dann jedoch aus, als sie nicht wusste, dass man auch im privaten Umfeld vor der Königin knicksen müsse.
  • Vor ihrer Einheirat ins britische Königshaus habe sie nicht viel über die Royals und deren Leben gewusst, so die Herzogin. Deshalb ist sie wohl auch mit einer gewissen Naivität in ihren neuen Lebensabschnitt gestartet, der offenbar so anders war als ihr bisheriges Leben als autonome Schauspielerin.
  • Harry und Meghan verrieten das Geschlecht ihres zweiten Kindes: Sie bekommen ein Mädchen! Ihr Sohn Archie wird also zum Bruder einer kleinen Schwester. „Einen Jungen zu haben und ein Mädchen, was kann man mehr wollen?“, so Harrys Kommentar schließlich. Mit dem zweiten Kind soll die Familienplanung dann auch abgeschlossen sein.
  • Die Herzogin von Sussex und ihr Ehemann waren bereits vor ihrer großen Hochzeit am 4. März 2018 verheiratet. Das Paar gab sich drei Tage zuvor das Ja-Wort - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Brisantes Interview von Harry und Meghan: Vorwürfe und Richtigstellungen

  • Bei den Vorbereitungen zu der großen Hochzeitsfeier kursierte damals die Geschichte, Meghan hätte ihre Schwägerin Kate zum Weinen gebracht. Das wies die ehemalige US-Schauspielerin nun zurück: „Das Gegenteil war der Fall.“ Angeblich sei Kate über das Brautjungfernkleid für eine ihrer Töchter verägert gewesen. Das hätte wiederum Meghan verletzt, woraufhin diese in Tränen ausgebrochen sei. Beide hätten sich danach jedoch wieder vertragen, nachdem sich Kate mit Blumen bei ihrer Schwägerin bedankt hatte. Meghan hatte kein schlechtes Wort über sie übrig: Sie ist eine „gute Person“.
  • Meghan und Harry erhoben schwere Vorwürfe gegen Mitglieder der Königsfamilie, deren Namen sie in diesem Zusammenhang jedoch nicht nennen wollten: Während Meghan, deren Mutter Afroamerikanerin ist, mit Archie schwanger er war, soll sich die Familie Sorgen um die Hautfarbe des aktuell siebten Thronfolgers gemacht haben. Es sei konkret darum gegangen, „wie dunkel seine Haut wohl werden würde, wenn er zur Welt kommt“. Dabei sollen Überlegungen im Raum gestanden haben, Archie den Prinzentitel zu verwehren.
  • Baby Archie wurde im Mai 2019 geboren. Damals gab es Spekulationen, ob sich das Paar genauso wie Diana und Kate zuvor mit ihrem neugeborenen Sohn vor dem Krankenhaus fotografieren lassen würden. Als es keine Fotos gab, wurde es nach Außen dargestellt, als wäre den beiden ihre Privatsphäre wichtiger. Nun behauptet Meghan jedoch, dass ihnen verboten wurde, ein solches Foto zu machen.
  • Die Herzogin von Sussex litt aufgrund negativer Berichterstattung in britischen Medien zunehmend unter Depressionen. Sie kämpfte in dieser schlimmen Zeit sogar mit Suizidgedanken. „Ich wollte einfach nicht mehr am Leben bleiben. Das war ein sehr klarer und realer und beängstigender Gedanke“, offenbarte die 39-Jährige unter Tränen. Als sie sich mit ihren seelischen Problemen an einen Senior Royal wandte und um professionelle Hilfe bat, war dessen Reaktion wohl wie ein Schlag ins Gesicht: Meghan könne sich keine Unterstützung holen, weil „das nicht gut für die Institution“ sei.
  • Harry zeigte sich schwer enttäuscht von seinem Vater Prinz Charles. Er hatte sich vor allem Unterstützung beim Schutz seiner Ehefrau erhofft. Diese litt ähnlich wie seine Mutter Prinzessin Diana unter der britischen Presse. Diana wurde seit ihrer Hochzeit von Medien verfolgt und starb bei einem tragischen Autounfall, als ihr Wagen von einem Paparazzi gejagt wurde. „Er ist durch etwas Ähnliches durchgegangen. Er weiß, wie sich Schmerz anfühlt“, so Harry über seinen Vater. Dennoch beteuerte er, dass er ihn für immer lieben werde.
  • Auch mit seiner Großmutter verstehe sich der Lieblingsenkel von Queen Elizabeth trotz des Megxits und vieler Zerwürfnisse immer noch gut: „Meine Großmutter und ich haben ein sehr, sehr gutes Verhältnis. Und ich habe großen Respekt vor ihr. Sie ist mein Ehrenoberst. Das wird sie immer sein.“ 

Meghan und Harry: Sie gehen seit dem Megxit getrennte Wege mit dem Königshaus

Großbritannien haben die beiden seit fast einem Jahr nun schon den Rücken gekehrt und leben zusammen in den USA. Der Grund für ihren Megxit sei die fehlende Unterstützung vonseiten des Palastes gewesen. Als sie sich zunächst eine Auszeit in Kanada nahmen, reagierte Prinz Charles nicht mehr auf die Anrufe seines jüngsten Sohnes. Daraufhin habe er die Dinge selbst in die Hand genommen. Das habe er für seine seelische Gesundheit gemacht. (jbr)

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