US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan.
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Meghan Markle und Prinz Harry im Interview mit Oprah Winfrey.

Rassismus in der Royal Family?

„Meghan und Queen“-Karikatur: „Charlie Hebdo“ provoziert nach Rassismus-Vorwurf - „geschmacklos“

  • vonSabine Schmidt
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Nach Meghans und Harrys Rassismus-Vorwurf im Oprah-Interview reagiert das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ mit einem streitbaren Vergleich - zu George Floyd.

Paris - Das brisante Interview von den Royals Harry und Meghan im Garten der bekannten Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey landet wegen des aktuellen Covers vom französische Satireblatt „Charlie Hebdo“ wieder in den Schlagzeilen. Die Titel-Illustration zeigt Queen Elizabeth kniend auf dem Hals von Herzogin Meghan. Die Queen schnürt der Herzogin die Luft ab. Über eine Sprechblase äußert sich die karikierte Meghan, „Weil ich nicht mehr atmen konnte.“

Nach Meghans Rassismus-Vorwurf: Charlie Hebdo provoziert mit groteskem Vergleich - „Weil ich nicht mehr atmen konnte“

Die Karikatur greift das vergangene Enthüllungs-Interview von den Royals Harry und Meghan bei Winfrey auf, in dem Meghan dem britischen Königshaus Rassismus vorwirft. Ihr Titel, „Warum Meghan den Buckingham Palace verließ“ wird von Twitter-Usern mit dem amerikanischen Fall George-Floyd von 2020 in Verbindung gebracht. Der Afroamerikaner George Floyd* verstarb im Mai 2020 in Minneapolis, als ein weißer Polizist bei einem Einsatz minutenlang auf Floyds Hals kniete, um ihn zu fixieren. Floyd habe wiederholt um Hilfe gefleht und gesagt, „Ich kann nicht atmen.“ Wenig später erstickte Floyd. Der Fall Floyd war Auslöser für die weltweiten „Black-Lives-Matter“-Proteste und gilt als modernes Beispiel für rassistisch motivierte Polizeigewalt.

Prinz William bestreitet die Vorwürfe: „Wir sind ganz sicher keine rassistische Familie“

Prinz William meldete sich nach dem Oprah-Interview zu Wort, „Wir sind ganz sicher keine rassistische Familie“ und dementierte die Vorwürfe von Herzogin Meghan während seines Schulbesuchs in London. Das aufsehenerregende Interview von den Royals in Oprahs Garten, erschütterte nicht nur das britische Königshaus, sondern spaltete die britische Bevölkerung.

Abschied von Harry und Meghan sorgt erneut für Unruhen - „Warum Meghan den Buckingham Palace verließ“

Die belgische Sachbuchautorin und EU-Parlamentarierin Assita Kanko bezeichnet den neuen Titel von „Charlie Hebdo“ als geschmacklos, sieht es aber als Zeichen für eine funktionierende Demokratie. Andere Private-Nutzer sehen in den neuen Titel des Satireblatts einen weiteren Angriff auf die Royal-Familie und befürworten den Abschied von Meghan und Harry aus dem Königshaus. Oder kommentieren den Tweet von „Charlie Hebdo“ mit zynischen Bildern auf denen Prinz Charles beispielsweise einen Farbabgleich an seinen Enkel durchführt. „Mord sollte nicht als Komödie dienen“, schreibt ein anderer Nutzer.

Schon in der Vergangenheit stand die Redaktion vom Satireblatt „Charlie Hebdo“ mit religionskritischen Mohammed-Karikaturen in der Kritik und löste starke Emotionen aus. 2015 wurde die Satire-Redaktion Opfer eines islamistisch motivierten Terroranschlags. Weltweit solidarisierten sich Menschen mit der französischen Redaktion unter dem Slogan „Je suis Charlie“.

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