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Mette-Marit spricht offen über ihre Krankheit und ihr „schlechtes Gewissen“

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Von: Julia Schöneseiffen

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Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen
Kronprinzessin Mette-Marit und Prinz Haakon von Norwegen sprechen über ihre Liebe. (Archivbild) © STAR-MEDIA/Imago

Die Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen leidet an einer chronischen Krankheit. Nun sprechen sie und ihr Ehemann offen über die Erkrankung - und über ihre Liebe.

Oslo - Vor 20 Jahren gaben sich Kronprinz Haakon und Mette-Marit das Ja-Wort. 2018 dann der Schock für das royale Paar: Mette-Marit erhielt die Diagnose chronische Lungenfibrose. Eine unheilbare, tödliche Krankheit, bei der sich das Bindegewebe der Lunge immer wieder entzündet, was die Sauerstoffaufnahme immer mehr erschwert.  Im Interview mit dem Radiosender NRK sprechen die beiden über die Erkrankung der Kronprinzessin, aber auch über ihre Liebe.

In dem Gespräch erzählt die norwegische Kronprinzessin, dass sich nach der Diagnose einiges verändert habe. Durch die Krankheit hätten sich neue Prioritäten ergeben, erklärt die 47-Jährige. „In meiner Krankheit ist es für mich wichtiger denn je, nur Mette zu sein. Und das ist in Ordnung. Dass ich mich nicht als Kronprinzessin definieren muss, sondern zuerst Mette sein kann.“

Prinzessin Mette-Marit von Norwegen: Chronische Krankheit sorgt für schlechtes Gewissen

Corona habe trotz der negativen Seiten etwas Positives für Mette-Marit gehabt. Denn die Pandemie habe der Kronprinzessin eine Atempause verschafft. „Für mich war es eine Gelegenheit, eine Pause einzulegen, die ich sonst nicht gehabt hätte.“

Mette-Marit verrät, dass sie oftmals von einem schlechten Gewissen geplagt werde, da sie ihre Aufgaben nicht mehr im selben Umfang wie vor der chronischen Erkrankung erfüllen könne. „Chronisch krank zu sein bedeutet für mich, ein schlechtes Gewissen zu haben für alles, was man nicht tun kann.“ Die Corona-Pandemie ermögliche es, die Dinge im eigenen Tempo zu erledigen, erklärt sie weiter. „An den Tagen, an denen es mir schlecht ging, konnte ich mich ausruhen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.“

Prinz Haakon und Mette-Marit von Norwegen: Liebe auch nach 20 Jahren Ehe

Doch in der Radio-Sendung sprechen Mette-Marit und ihr Ehemann Haakon auch über die schönen Seiten im Leben. Die Liebe zwischen den beiden scheint auch nach 20 Jahren Ehe ungebrochen zu sein. So findet die Kronprinzessin schöne Worte über ihren Mann: „Er hat mich gesehen. Er hat mich verstanden. Er war neugierig. Und er hielt mich.“

Auch Kronprinz Haakon war von seiner Liebsten seit dem ersten Treffen im Jahr 1999 begeistert. „Das aufgeweckte Südstaatenmädchen hat mich beeindruckt. Man merkt gut, wenn Mette einen Raum betritt. Da ist eine Macht, die nicht so leicht zu übersehen ist. Sie wirkte selbstbewusst und an die Welt gewöhnt.“

Dass Mette-Marit ihren damals vier-jährigen Sohn mit in die Beziehung brachte, tat dem keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: „Die Tatsache, dass sie ein kleines Kind hatte, sagte mir eigentlich nur, dass sie sich nicht scheute, Engagement und Verantwortung zu übernehmen. In meinen Augen ist sie deswegen nicht weniger attraktiv geworden.“

Beim Fürstenpaar von Monaco scheint es hingegen zu kriseln. (jsch)

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