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Mette-Marit unheilbar krank - seit zwei Jahren regelmäßige Sorge um Norwegens Kronprinzessin

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Von: Andreas Knobloch

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Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit © Lise Aaserud / picture Alliance

Mette-Marit, die Frau des norwegischen Kronprinzen Haakon ist unheilbar krank. Seit 2018 lebt sie mit der Diagnose.

Oslo - Im August 2001 feierten Kronprinz Haakon und die Bürgerliche Mette-Marit Tjessem Høiby eine Märchenhochzeit. Nicht alles ist seitdem einfach gewesen im Leben des Paares. Eine Erkrankung und die Kinder haben die beiden noch stärker zusammengeschweißt.

Erst kürzlich wurde offenbart, dass Tochter Ingrid Alexandra positiv auf das Coronavirus getestet. Eine schlimme Lungenkrankheit, welche die Veranstaltung zum 20. Hochzeitstag ihrer Eltern abbliesen ließ. Eine Lungenkrankheit in der norwegischen Königsfamilie? Da werden Erinnerungen an eine Veröffentlichung im Jahr 2018 wach.

Mette-Marit unheilbar krank - regelmäßige Sorge im norwegischen Königshaus

Mit Ingrid Alexandra und ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder Sverre Magnus wachsen zwei Königsenkel heran, um die sich die Norweger offenbar keine Sorgen machen müssen. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass das Kronprinzenpaar auch harte Zeiten durchmachen musste. Dazu zählte auch die Diagnose, die Mette-Marit im Herbst 2018 erhielt: Sie habe eine Lungenfibrose, gab sie selbst in den norwegischen Abendnachrichten bekannt. Dabei handelt es sich um eine nicht heilbare Erkrankung, bei der die Lunge durch eine chronische Entzündung des Bindegewebes angegriffen wird.

Seitdem macht man sich in Norwegen regelmäßig Sorgen um Mette-Marit, wenn sie den einen oder anderen Termin gesundheitsbedingt ausfallen lassen muss. Dass sie gelegentlich etwas kürzertreten muss, hatte die Kronprinzessin aber bereits nach der Diagnose angekündigt. Und Haakon versicherte damals: „Wir haben gute Tage vor uns.“

Und diese guten Tage haben sie auch, wie sie jüngst in einem Podcast des Senders NRK beschrieben. Darin zeigte sich Mette-Marit stark und verletzlich zugleich: „In der Zeit meiner Krankheit ist es für mich wichtiger denn je gewesen, einfach nur Mette zu sein“, sagte sie. „Und dass das in Ordnung ist. Dass ich mich nicht als Kronprinzessin definieren muss, sondern das Recht habe, zuallererst Mette zu sein.“

Mette-Marit und Haakon: Ihre Märchenhochzeit im Jahr 2001

Für einen kühlen Skandinavier war diese Liebeserklärung das Höchste der Gefühle. „Liebe Mette-Marit, in deiner Seele lodert es“, sagte Kronprinz Haakon zu seiner zu Tränen gerührten Braut im weißen Hochzeitskleid, die an diesem Tag von der Bürgerlichen zur Kronprinzessin wurde. Empfindsam sei sie, mutig, manchmal auch „ein bisschen unsicher“, temperamentvoll und noch so einiges mehr, wie der Thronfolger liebevoll aufzählte. „Du hast viel Humor und ein warmes, großes Herz. Mit anderen Worten bist du ein ganz fantastisch komplexer Mensch.“ Er sei stolz, sich als ihr Lebenspartner bezeichnen zu dürfen. „Mette-Marit, ich liebe dich!“

20 Jahre ist dieses rührende Liebesbekenntnis mittlerweile her, dem am 25. August 2001 rund 400 Hochzeitsgäste im Ballsaal des Osloer Schlosses sowie Millionen Zuschauer vor den Fernsehern gelauscht hatten. Norwegen hat damals ein Kronprinzenpaar bekommen, das offener und bürgernäher war als frühere Generationen. Die Königsfamilie ist auch dank Mette-Marit seitdem immer beliebter geworden - und hat den Norwegerinnen und Norwegern bewiesen, dass sie in den schwersten Stunden auf ihren Hof zählen können.

Mette-Marits Vergangenheit wird durch die Hochzeit quasi ad acta gelegt

Mette-Marit Tjessem Høiby wurde an diesem Sommertag trotz einer umstrittenen Vergangenheit mit wilden Partys und Drogen wärmstens in der Königsfamilie willkommen geheißen . „Du bist kein gewöhnliches Mädchen. Du bist ein außergewöhnliches Mädchen. Du bist außergewöhnlich offen und ehrlich, außergewöhnlich engagiert, hast eine außergewöhnliche Willensstärke. Du bist außergewöhnlich mutig“, sagte Haakons Vater König Harald V. vor Hochzeitsgesellschaft

Am 22. Juli 2011 zündete der Rechtsextremist Anders Behring Breivik zunächst im Osloer Regierungsviertel eine Bombe, ehe er auf der Insel Utøya beim Sommerlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ein Massaker anrichtete. 77 Menschen kamen an diesem Tag ums Leben, darunter auch Mette-Marits Stiefbruder.

Mette-Marits Tochter Ingrida Alexandra wächst mit ihren Aufgaben im Königshaus

Norwegen suchte im Anschluss Halt - und fand ihn bei seinen Royals. Harald und Haakon zeigten der Bevölkerung gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg den Weg auf, um Breiviks Hass nicht mit Rachsucht, sondern mit Liebe und Zusammenhalt zu begegnen.

Vor einem Monat besuchten Haakon und Mette-Marit anlässlich des zehnten Jahrestags der Anschläge Utøya. In ihrer Mitte saß dabei noch jemand anderes: Prinzessin Ingrid Alexandra. Ein gutes halbes Jahr vor ihrem 18. Geburtstag wächst die Nummer zwei der norwegischen Thronfolge allmählich in die Aufgaben einer Königshausvertreterin hinein. Mit ihrem Interesse für den Umweltschutz und ihrer Leidenschaft für den Sport - vom Skifahren über Kickboxen bis zum Surfen - verleiht sie dem Hof frischen Wind wie einst ihre Mutter. (ank mit dpa)

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