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Die Polizei bewacht den Forest Lawn Memorial Park in Glendale. Dort wurde Michael Jackson beerdigt.

Michael Jackson im "Disneyland der Toten"

Los Angeles - Der „King of Pop“ ist in einem Mausoleum auf dem Forest Lawn Memorial Park in Glendale beerdigt worden. Ob er sich diese Ruhestätte auch selbst ausgesucht hätte, bleibt ein Rätsel.

Michael Jacksons Familie hatte die Qual der Wahl: In seinem Testament verlor der Sänger kein Wort über den Ort, an dem er einmal begraben seit wollte. Ob der “King of Pop“ sich das majestätische Mausoleum des Forest Lawn Memorial Park in Glendale auch selbst ausgesucht hätte, ist eines der Rätsel, die er der Nachwelt hinterließ.

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Vieles spricht dafür, spekulieren US-Medien. Mit seinem Hollywood-Charme, Prunk und Kitsch habe der Prominenten- Friedhof einiges mit Jacksons einst geliebter Neverland Ranch gemein. Im Volksmund heißt die parkähnliche Anlage von Glendales Forest Lawn auch das “Disneyland der Toten“ - und das sicher nicht nur, weil der Vater der Micky Maus, Walt Disney, dort begraben ist. In einer der vielen Kapellen hatte der spätere US-Präsident Ronald Reagan 1940 Jane Wyman geheiratet. Gefallen hätte Michael wahrscheinlich auch die Gesellschaft von einigen der Größten des alten Hollywoods. Auf den Grabsteinen und Inschriften der Gruften sind Namen wie Jimmy Stewart, Spencer Tracy, Sammy Davis Jr., Errol Flynn und Humphrey Bogart zu lesen.

Neverland-Ranch stand auch als Grabstätte zur Debatte

Eine Weile hatte auch Neverland als letzte Ruhestätte zur Debatte gestanden, verlautete aus dem Familienkreis. Jackson hatte das riesige Anwesen bei Santa Barbara nach dem mythischen “Nimmerland“ von Peter Pan benannt, in dem Jungen nie groß werden. Er ließ sein Märchen-Paradies hinter sich, nachdem die Polizei es bei einer Großrazzia auf den Kopf gestellt hatte. Zwar wurde der Popstar später von dem Verdacht des Kindesmissbrauchs freigesprochen, aber der Zauber von Neverland war zerstört.

Sein geschäftstüchtiger - und ungeliebter - Vater Joe hatte eine Gedenkstätte in der Spielerstadt Las Vegas vor Augen, nach dem Vorbild von Elvis Presleys Graceland. Am Ende setzte sich Mutter Katherine (79) mit ihrem Wunsch nach einem vor Grabschändung sicheren Platz durch, berichteten US-Medien unter Berufung auf Familienmitglieder. Katherine war Jacksons engste Vertraute, er machte sie mit fast 80 Jahren zur Ziehmutter seiner drei Kinder Prince, Paris und Blanket, heute 12, 11 und 7 Jahre alt. Der getrennt lebende Joe Jackson ist meist in Las Vegas, während seine Frau in der 22-Zimmer-Villa im Stadtteil Encino in Los Angeles lebt, die ihr Michael einst schenkte. Von hier ist es für sie und die Kinder nur ein Katzensprung zu dem Friedhof in Glendale.

Hoffnungen der Fans bleiben unerfüllt

Für Fans von Michael Jackson haben sich mit dieser Wahl die Hoffnungen auf eine leicht zugängliche Pilgerstätte zerschlagen. Der “King of Pop“ wird nun auch im Tod von seinen Anhängern abgeschirmt. Gegen die Überwachungskameras, Verbotsschilder und Argusaugen der Gruft-Wächter kämen Schaulustige nicht an, warnte Mark Masek vom Internetportal Cemeteryguide.com. Wärter hätten ihn kürzlich dazu gezwungen, Außenaufnahmen vom Mausoleum auf seiner Kamera zu löschen.

“Die verstehen keinen Spaß“, sagte er der “New York Times“. Fast wie einst in seinem Neverland dürfte sich Jackson durch das Glasfenster fühlen, unter dem er in seiner Gruft liegt. Es ist eine originalgetreue Wiedergabe von Leonardo da Vincis Meisterwerk “Das letzte Abendmahl“, eines von Jacksons am meisten geschätzten Gemälden. Laut “Time“ hatte der Popstar eine abgewandelte Kopie des “Abendmahl“ in Neverland hängen. Darauf war er selbst als Jesus abgebildet, während die Jünger unter anderen das Antlitz von Walt Disney, Elvis Presley, John F. Kennedy und Albert Einstein trugen.

dpa

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