Michael Jackson vor Gericht

- Santa Maria - Im Missbrauchprozess gegen Michael Jackson will die Anklage bereits in der kommenden Woche ihre Beweisführung abschließen. Dies teilte Staatsanwalt Tom Sneddon am Dienstag im kalifornischen Santa Maria mit. Er stellte in Aussicht, in der kommenden Woche - der neunten seit Prozessbeginn - die letzten Zeugen zu befragen. Strittig ist noch die Aussage eines früheren Leibwächters des Popstars, der derzeit im Nachbarstaat Nevada wegen Raubes angeklagt ist.

<P>Die Aussage des ehemaligen Mitarbeiters könnte den Vorwurf der Anklage untermauern, dass Jackson dem angeblichen Missbrauchopfer Alkohol zu trinken gab. Der Leibwächter hatte bereits im vergangenen Jahr vor einer Grand Jury ausgesagt, dass er den Popstar und den Jungen mit Alkohol sah und dass der Teenager auf Jacksons Neverland Ranch einmal betrunken wirkte.<BR><BR>Nach fünf Tagen im Zeugenstand mit teilweise scharfer Befragung durch Michael Jackons Anwälte hat die Mutter des angeblichen Missbrauchopfers am Dienstag ihre Aussage beendet. JacksonVerteidiger Thomas Mesereau setzte bis zuletzt seine Strategie fort, die Glaubwürdigkeit der 36-jährigen Frau in Zweifel zu ziehen und sie als geldgierige Betrügerin darzustellen.<BR><BR>Im Kreuzverhör konfrontierte Mesereau die Mutter des jetzt 15-Jährigen mit Fotos, auf denen die Frau mit blauen Flecken zu sehen ist. Nach Aussage der Zeugin stammten die Verletzungen von Misshandlungen durch Wachmänner einer Kaufhauskette. Mit einer Klage wegen Körperverletzung hatte sich die Mutter im Jahr 2000 eine Entschädigung in Höhe von 150 000 Dollar erstritten (rund 120 000 Euro). Mesereau wies jedoch auf Ungereimtheiten in der Aussage der Frau hin und verwies auf häufige Misshandlungen durch ihren damaligen Ehemann. Der Verteidiger warf der Frau vor, sie sei eine Lügnerin, die sich von Behörden, Unternehmen und Prominenten Geld für ihren ehemals krebskranken Sohn erschwindeln wollte.<BR><BR>Die Mutter der Zeugin trat am Dienstag ebenfalls in den Zeugenstand und sagte in ihrer spanischen Muttersprache aus. Sie unterstrich frühere Aussagen der Familie über deren angebliche Gefangenschaft auf Jackons Neverland-Ranch. Sie habe sich im März 2003 krank gestellt, um damit auf die Jackson-Mitarbeiter einzuwirken, ihre Enkel von Neverland nach Hause gehen zu lassen.<BR><BR>Die Mutter des Jungen hatte in der vergangenen Woche ausgesagt, im Frühjahr 2003 von Jacksons Mitarbeitern bedroht und festgehalten worden zu sei. Sie und ihre Kinder seien genötigt worden, sich in einem Video positiv über den Popstar zu äußern. Die Anklage präsentierte den Juroren am Dienstag Videoaufnahmen eines Privatdetektivs, die die Familie unter anderem beim Einkaufen und in einem Auto zeigen. Damit sollte die Aussage der Frau unterstrichen werden, dass Jacksons Helfer die Familie auf Schritt und Tritt verfolgten.<BR><BR>Jackson (46) ist angeklagt, den seinerzeit 13-jährigen Jungen auf seiner Ranch sexuell missbraucht und ihn dafür mit Alkohol gefügig gemacht zu haben. Zudem muss er sich wegen Verschwörung zur Entführung und Freiheitsberaubung verantworten.</P>

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