Michael Jackson vor Gericht

- Santa Maria - Michael Jacksons angebliches Opfer könnte dem Popstar noch einmal vor Gericht gegenüber stehen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat Richter Rodney Melville am Donnerstag grünes Licht gegeben, der Jury ein Polizeivideo aus dem Jahr 2003 zu zeigen. In der knapp einstündigen Aufzeichnung wird der jetzt 15-jährige Jungen von Polizeibeamten zu dem angeblichen Missbrauch durch Jackson befragt.

<P>Falls das Video als Beweismittel der Jury präsentiert wird, könnte die Verteidigung den Jungen und dessen Mutter erneut in den Zeugenstand rufen, berichtete der Sender Fox News.<BR><BR>Melville lehnte aber einen Antrag der Staatsanwaltschaft ab, "anatomische Bilder" des Sängers vor Gericht zu zeigen. CNN zufolge handelte es sich dabei um Zeichnungen von Jacksons Genitalien, die ein angebliches Belästigungsopfer 1993 anfertigte. Der Junge, der sich später mit Jackson auf eine Millionen-Entschädigung einigte, soll typische Körpermerkmale des Sängers zu Papier gebracht haben.<BR><BR>Mit dem Polizeivideo will die Anklage den Geschworenen noch einmal die Vorwürfe des Jungen vor Augen führen und gleichzeitig die Darstellung der Verteidigung widerlegen, dass der ehemalige Krebspatient mit Hilfe seiner Mutter die Anschuldigungen fabrizierte.<BR><BR>Nach 15 Verhandlungstagen hatte die Verteidigung am Mittwoch US-Schauspieler Chris Tucker als 50. und letzten Entlastungszeugen aufgerufen. Damit geht das Verfahren schneller in die Endphase als Prozessbeobachter beim Auftakt Ende Januar prophezeit hatten. Nach der so genannten "Rebuttal"-Phase, in der beide Seiten noch einmal Zeugen aufrufen, könnten bereits in der kommenden Woche die Schlussplädoyers gehalten werden.<BR><BR>Der 46 Jahre alte Sänger, der selbst nicht in den Zeugenstand getreten war, ist wegen sexuellen Missbrauchs eines damals 13jährigen Jungen im Frühjahr 2003 angeklagt. Jackson wird auch vorgeworfen, dem früheren Krebspatienten Alkohol gegeben zu haben. Der Popstar habe auch mit einigen Mitarbeitern ein Komplott geschmiedet, den Jungen und dessen Familie gegen deren Willen auf seiner Neverland-Ranch festzuhalten, heißt es in der Anklage. Jackson hat alle Vorwürfe bestritten. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.</P>

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