Michael Jackson vor Gericht

- Santa Maria - Der prominente US-Talkmaster Larry King ist nach richterlicher Anordnung nicht zur Verteidigung von Popstar Michael Jackson in den Zeugenstand getreten. Rodney Melville entschied am Donnerstag, dass Kings Aussage für das Verfahren nicht relevant sei, berichtete die "Los Angeles Times". King war vor dem Gericht in Santa Maria (Kalifornien) erschienen.

Nach einer Unterredung mit dem Richter unter Ausschluss der Jury sprach sich Melville gegen Kings Aussage aus. Prozessbeobachter werteten den Verlust des prominenten Zeugen als große Niederlage für die Verteidigung.<BR><BR>Jacksons Anwälte wollten King zu einem Gespräch zwischen dem der CNN-Moderator und Larry Feldman, einem früheren Anwalt von Jacksons Beschuldiger, befragen. Bei dieser privaten Unterredung (2004) soll Feldman die Mutter des Jungen als verrückt ("wacko") beschrieben haben. Sie sei hinter Jacksons Geld her, soll der Anwalt weiter ausgeführt haben. Feldman hatte Anfang April im Missbrauchprozess gegen Jackson als Zeuge für die Anklage ausgesagt. Dabei stritt er ab, sich in einer privaten Unterredung negativ über seine früheren Mandanten geäußert zu haben.<BR><BR>Neben sexuellen Missbrauchs des heute 15 Jahre alten Jungen im Frühjahr 2003 wird dem 46-Jährigen Sänger auch vorgeworfen, den Jungen und dessen Familie gegen deren Willen auf dem Neverland-Anwesen festgehalten zu haben. Zudem soll er sie unter Druck gesetzt haben, sich in einem Video positiv über ihn zu äußern.<BR><BR>Jacksons Verteidiger punkteten am Donnerstag mit der Aussage von Azja Pryor, einer früheren Freundin des Komödianten Chris Tucker, die eine Zeit lang mit der Mutter des Beschuldigers befreundet war. Durch ihre Angaben wurde die Glaubwürdigkeit der Mutter stark in Zweifel gezogen. So gab Pryor zu Protokoll, dass die Frau ihr erzählt habe, sie freue sich auf eine von Jackson organisierte Reise nach Brasilien. Als Zeugin hatte die Mutter die geplante Reise als Teil einer Verschwörung dargestellt, sie und ihre Kinder außer Landes zu schaffen. Pryor zufolge hatte sich die Frau bei ihren langen gemeinsamen Gesprächen nie über Missetaten Jacksons und eine angebliche Gefangenschaft auf Neverland beschwert. 

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