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Michael Jackson war der "King of Pop"

25 Jahre nach "Bad"

Neue Songs für Michael-Jackson-Fans

Los Angeles - Mit Michael Jackson ist immer noch Geld zu machen. 25 Jahre nach dem Erscheinen seines „Bad“-Albums wird der 2009 verstorbene „King of Pop“ nun neu vermarktet.

Als Michael Jackson Ende August 1987 sein Album „Bad“ auf den Markt brachte, war er mit gerade 29 Jahren schon ein Megastar. Das „Thriller“-Album (1982) hatte ihn zum „King of Pop“ gemacht. Mit Hits wie „Billy Jean“, „The Girl is Mine“ und „Beat It“ war es die erfolgreichste Platte der Musikgeschichte.

Das Folgealbum „Bad“ wurde mit Spannung erwartet und begeistert aufgenommen. Neun der elf Songs hatte Jackson selbst geschrieben. Das Album sahnte sechs Grammy-Nominierungen ab und gewann zwei Trophäen. Die „Bad“- Welttournee war Jacksons erste Solo-Konzerttour. Die Reise mit 123 Konzerten und mehr als vier Millionen Zuhörern stellte damals einen Rekord für Besucherzahlen und Einnahmen auf.

Mit einer Neuauflage von Jacksons Hitalbum zum 25. Jubiläum rollt die Vermarktungswelle nun wieder an. Für den 14. September haben das Label Epic/Legacy Recordings und der Nachlassverwalter des 2009 gestorbenen Popstars eine „Bad 25TH“-Deluxe-Ausgabe angekündigt. Das Box-Set enthält das legendäre Originalalbum, bisher unveröffentlichte Aufnahmen sowie eine CD und DVD von dem nie vorher gezeigten Live-Auftritt Jacksons im Londoner Wembley-Stadion im Juli 1988. Bei dem legendären Konzert mit über 70 000 Fans waren auch Prinz Charles und Prinzessin Diana dabei.

Die Original-Platte ging mehr als 40 Millionen Mal über den Ladentisch. Das von Quincy Jones produzierte Hitalbum enthält Songs wie „Bad“, „The Way You Make Me Feel“, „Another Part Of Me“, „Man In The Mirror“, „I Just Can't Stop Loving You“ und „Smooth Criminal“.

Mit diesen Hits startete Jackson am 12. September 1987 in Japan seine erste Solo-Tournee. Sie endete mit dem 123. Konzert im Januar 1989 in Los Angeles. Allein im Londoner Wembley Stadion sahen mehr als eine halbe Million Menschen sieben ausverkaufte Auftritte. Der gesamte Kartenverkauf brachte 124 Millionen Dollar ein.

Auch der Filmemacher Spike Lee („Malcolm X“, „Inside Man“) ehrt mit einer Doku-Hommage das aus einer Sicht kreativste Album des Popstars. Beim Filmfest in Venedig stellte er Ende August „Bad 25“ vor. „Das ist mein Liebesbrief an Michael Jackson“, sagte Lee über den Film, der auf die Entstehung des Albums zurückblickt. Dabei kommen Weggefährten und Fans wie Mariah Carey und Justin Bieber zu Wort.

Lee interpretiert das Video zu Jacksons „Bad“-Single als ein Signal, das der Star damals der schwarzen Gemeinde geben wollte. „Die mit Wesley Snipes gedrehten Szenen in Harlem, der Hauptstadt des schwarzen Amerikas, sind kein Zufall, sondern ein absichtlicher Wink mit der Botschaft "Ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme"“, sagte Lee vor Journalisten in Venedig.

Der Regisseur hat keine Zweifel an Jacksons Popularität, auch unter jungen Fans, die bei der Geburt von „Bad“ selbst noch nicht auf der Welt waren. „Jedes Jahr wird Michael von einer neuen Generation entdeckt. Kinder schauen sich "Thriller" an und plötzlich bewegen sie sich mit“, sagt der schwarze Filmemacher.

Drei Jahre nach Jacksons Tod reißt der Rummel um den „King of Pop“ nicht ab, im Gegenteil. In diesem Sommer traten seine Brüder werbewirksam ins Rampenlicht. Fast 30 Jahre nach ihren letzten gemeinsamen Auftritten mit Michael als „Jackson Five“, gingen sie als „The Jacksons“ in Nordamerika auf Tournee.

Auch Jacksons Kinder Prince (15), Paris (14) und der zehnjährige Blanket halten die Erinnerung in Interviews und TV-Auftritten wach. Im Januar hatten sie ihren Vater mit Hand- und Fußabdrücken vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood verewigt. Sie drückten die berühmten Tanzschuhe und einen paillettenbesetzten Handschuh des Popstars in den feuchten Zement auf dem Vorplatz des historischen Kinos auf dem Hollywood Boulevard.

dpa

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