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Michael Moore provoziert - diesmal nicht mit einem Film.

Protest gegen Anti-Asyl-Politik

Michael Moore öffnet sein Haus für Flüchtlinge

Washington - Der Dokumentarfilmer Michael Moore ("Bowling for Columbine") setzt ein Zeichen gegen die Anti-Asyl-Politik einiger US-Gouverneure. Er öffnet sein Haus für syrische Flüchtlinge.

Der US-Filmemacher Michael Moore hat sein Haus für syrische Flüchtlinge geöffnet. Der linke Dokumentarfilmer protestierte damit am Freitag auf die Ankündigung des Gouverneurs von Michigan, Rick Snyder, und der Gouverneure anderer US-Bundesstaaten, nach den blutigen Anschlägen von Paris keine syrischen Flüchtlinge mehr aufzunehmen. "Ihre Taten sind nicht nur schändlich, sondern, wie sie wissen, verfassungswidrig (nur der Präsident hat das Recht, diese Art Dinge zu entscheiden", schrieb Moore in einem offenen Brief auf seiner Facebook-Seite.

"Ich bin enttäuscht von Ihnen, Gouverneur Snyder, wegen Ihres herzlosen und unchristlichen Vorgehens und dafür, der Entscheidung von mindestens 25 weiteren Gouverneuren (alle außer einem Republikaner) zu folgen, legale syrische Flüchtlinge am Kommen in ihre Staaten zu hindern", schrieb Moore. Er werde sich dem Verbot widersetzen und das US-Außenministerium kontaktieren, um sein Haus in Traverse City syrischen Flüchtlingen anzubieten. Der Filmemacher, der insbesondere für "Bowling for Columbine" bekannt ist, rief andere US-Bürger auf, seinem Beispiel zu folgen.

Nach den islamistischen Anschlägen mit 130 Toten in Paris wurde berichtet, dass die Attentäter zum Teil als syrische Flüchtlinge getarnt nach Europa reisten. Daraufhin kündigten mehr als zwei Dutzend Gouverneure an, keine syrischen Flüchtlinge mehr aufzunehmen. Das US-Repräsentantenhaus stimmte am Donnerstag zudem für einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak. Der Senat muss dem Gesetz noch zustimmen. US-Präsident Barack Obama drohte mit seinem Veto, sollte die Initiative den Kongress passieren.

afp

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