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Freche Zunge: Miley Cyrus macht derzeit viel von sich reden. Ihr neuester Kommentar kann auch antisemitisch verstanden werden.

Wirbel um Interview-Aussage

Miley Cyrus: Antisemitischer Kommentar?

Los Angeles - Miley Cyrus' lockere Zunge sorgt wieder für Irritation: In einem Interview machte sie einen leichtfertigen Kommentar, der deutsche Medien Antisemitismus wittern lässt.

Sängerin Miley Cyrus macht seit den VMAs mit gewagten bis fragwürdigen PR-Aktionen auf sich aufmerksam. In den USA sorgte ihr Auftritt Ende August nicht nur wegen seiner deutlichen sexuellen Anspielungen, sondern auch aufgrund seiner rassistischen Implikationen für Empörung: Die 20-jährige weiße Sängerin benutze gezielt ihre schwarzen Background-Tänzerinnen, um sich ins Zentrum zu stellen und cool zu wirken, kritisierte etwa das Online-Magazin Jezebel.

Die Rassismusvorwürfe hatte die 20-Jährige seinerzeit abgewiegelt. Ein neuer Kommentar hat nun jedoch vorwiegend deutsche Medien hellhörig werden lassen. In einem Interview mit "Hunger TV" sagte sie: "Es ist immer verrückt, wenn Dinge für junge Leute als Zielgruppe gedacht sind, aber trotzdem von Leuten gemacht werden, die 40 Jahre zu alt sind. Es kann nicht sein, dass so ein 70 Jahre alter Jude, der den ganzen Tag seinen Schreibtisch nicht verlässt, mir sagt, was sie in den Clubs hören wollen."

Deutsche Medien wie unter anderem der "Stern" und "Focus" zeigten sich von der "Läster-Attacke" irritiert. Sie habe "tief in die antisemitische Klischeekiste gegriffen", so der Spiegel. Unklar ist indes, wen sie mit dem "70 alten Juden" gemeint hat. Egal ob sie den Kommentar an eine bestimmte Person gerichtet oder ein böses Klischee zitiert hat, ist die Formulierung denkbar unsensibel: Immherin wird hier eine Person, offenbar ein Musikmanager, abgewertet, den sie lediglich durch Alter, Religion und Unkenntnis charakterisiert. 

Offenbar wollte die 20-jährige Sängern damit einmal mehr ihre eigene Überlegenheit illustrieren. Schon nach dem Twerk-Auftritt hatte sie die Konzentration auf ihre Hautfarbe dem Musikmagazin "Rolling Stone" gegenüber als "Doppelmoral" bezeichnet. Ihre Background-Tänzerinnen hätten kein Problem damit: "Den Mädels ist das völlig egal. Sie lieben mich, aber sie kriechen mir nicht in den ...". Auch nach weiteren Skandalauftritten ließ sie verlauten, Medien und Öffentlichkeit hätten sie nicht richtig verstanden. Sie selbst wisse jedenfalls genau, was sie tue.

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