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Stephan Braunfels ist mit einer Millionenklage gegen das Fürstenhaus Thurn und Taxis gescheitert.

Millionenklage gegen Thurn und Taxis gescheitert

Regensburg - Der Architekt Stephan Braunfels hat das Fürstenhaus Thurn und Taxis auf rund drei Millionen Euro Honoror verklagt. Vor Gericht ist er nun gescheitert.

Braunfels wollte rund drei Millionen Euro Honorar für die Planung einer Kultur- und Kongresshalle im Park des Regensburger Fürstenschlosses. Die Pläne hatte Braunfels für einen Wettbewerb der Stadt Regensburg erstellt. Nachdem der Wettbewerb aber ohne Ergebnis beendet und die Stadthalle nicht gebaut wurde, verklagte Braunfels seine damaligen Geschäftspartner. Das Regensburger Landgericht entschied allerdings am Donnerstag, dass es gar keinen Architektenvertrag für die Halle gab.

Braunfels, der in München die Pinakothek der Moderne entworfen hat, hatte im Rahmen des städtebauliches Wettbewerbs mit Thurn und Taxis ein Team gebildet. Laut dem potenziellen Investors Thurn und Taxis sah die damalige Vereinbarung vor, dass der prominente Architekt erst dann einen formellen Vertrag erhält, wenn der Wettbewerb gewonnen wird. Für den Aufwand im Wettbewerbsverfahren erhielt Braunfels knapp 70 000 Euro. Dies reichte dem Architekten nicht. Er wollte das volle Honorar nach den gesetzlichen Richtlinien.

Nach Ansicht der Zivilkammer hätte Braunfels in dem Verfahren belegen müssen, dass ein Vertrag überhaupt jemals geschlossen wurde. “Den Beweis konnte er nicht erbringen“, betonte der Vorsitzende Richter. Vielmehr sei Braunfels damals davon ausgegangen, dass der Wettbewerb gewonnen wird und er so auf jeden Fall den Zuschlag für das Projekt erhält.

Insgesamt wurden damals zwölf Entwürfe für Kulturcenter an verschiedenen Standorten eingereicht. Da die Bürger allerdings den favorisierten Platz am Donaumarkt bei einem Bürgerentscheid kippten, verschwanden vor fünf Jahren alle Pläne in den Schubladen. Im Fall des Thurn-und-Taxis-Schlosses hatten Denkmalschützer Bedenken gegen eine Halle im Park. Der Bau der Regensburger Stadthalle ist seit Jahrzehnten geplant, scheitert allerdings regelmäßig bei der Suche nach einem geeigneten Standort.

In dem Prozess hatte auch Gloria von Thurn und Taxis als Zeugin ausgesagt. Beklagt war ihr Sohn Albert als Chef des Fürstenhauses. Vor zwei Jahren war Braunfels mit einer ähnlichen Klage gegen den Freistaat Bayern gescheitert. Damals hatte er ein Millionenhonorar verlangt, weil er sich im Zusammenhang mit dem Bau für das Museum Brandhorst in München übergangen fühlte.

dpa

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