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27 Schmuckstücke aus dem Nachlass von Evelyn Hamann wurden versteigert.

Evelyn Hamanns Schmuck bringt 8640 Euro

Hamburg - Knapp 200 Interessierte vor Ort und weitere Telefon-Bieter steigerten um den Schmuck aus dem Nachlass der verstorbenen Schauspielerin Evelyn Hamann.

Die 2007 verstorbene Schauspielerin Evelyn Hamann war zu Lebzeiten für ihre Natürlichkeit und Zurückhaltung bekannt - statt dicker Klunker trug Loriots kongeniale Sketch-Partnerin lieber schlichten Schmuck. Rund anderthalb Jahre nach dem Tod der Schauspielerin wurden nun einige ihrer “Schätze“ versteigert: Am Mittwoch kamen 27 Schmuckstücke aus dem Nachlass in einem Hamburger Auktionshaus unter den Hammer und brachten insgesamt 8.640 Euro. Knapp 200 Interessierte kamen zu der Auktion, weitere Bieter steigerten per Telefon mit.

Ein Weißgold-Ring mit einem Saphir und Brillanten, für den das Mindestgebot bei 300 Euro lag, wurde für 1.200 Euro versteigert. Eine Gliederkette aus Gold (14 Karat) brachte 800 Euro. Ein Highlight war ein orientalisch anmutendes Silber-Collier, das eines von Hamanns Lieblingsstücken war. Das Mindestgebot von 25 Euro steigerte sich deutlich - den Zuschlag gab es bei 350 Euro. Die Stücke stammten von der Nichte und Patentochter der beliebten Schauspielerin, Stephanie Hamann. Diese hatte dem Auktionshaus zufolge insgesamt 35 Schmuckstücke von ihrer Tante geerbt, von denen sie nur ihre Lieblingsstücke behielt. “Evelyn Hamann hat ihren Schmuck nicht nach dem Wert ausgesucht, sondern hat sich viele Dinge von Reisen mitgebracht“, sagte die Sprecherin des Auktionshauses, Birgit Eickbohm, die die Schauspielerin persönlich kannte. Einfachen Schmuck zu eleganter Garderobe zu tragen, habe ihre Persönlichkeit ausgemacht.

Behrens wollte Auktion laut “Bild“ stoppen

Der letzte Lebensgefährte von Evelyn Hamann, der Schauspieler Stefan Behrens, wollte die Versteigerung laut “Bild“-Zeitung stoppen. Behrens, der dem Blatt zufolge Alleinerbe ist, blute das Herz bei dem Gedanken, dass die Stücke “an wildfremde Menschen verramscht werden“, zitierte die Zeitung dessen Anwältin Leonore Gottschalk-Solger. Ihr Mandant habe Stephanie Hamann den Schmuck überlassen, weil er dachte, bei der Familie sei er als Andenken gut aufgehoben. Das Auktionshaus zeigte sich darüber am Mittwoch sehr überrascht. Stefan Behrens habe die Besitzerin vor einigen Wochen persönlich besucht und sich lobend über die Auktion und die Ausstellung der Schmuckstücke geäußert, sagte Eickbohm der AP. Stephanie Hamann hatte vor der Versteigerung erklärt, den zahlreichen Fans ihrer Tante die Möglichkeit geben zu wollen, ein persönliches Erinnerungsstück zu erwerben.

Hamann war Ende Oktober 2007 im Alter von 65 Jahren an Lymphdrüsenkrebs gestorben. Die 1942 geborene Hamburgerin war insgesamt in mehr als 200 Fernsehrollen zu sehen. Bekannt wurde sie an der Seite von Vicco von Bülow in dessen Loriot-Serien und Kinofilmen. In den vergangenen Jahren war sie vor allem als Verbrecher jagende Sekretärin in der Reihe “Adelheid und ihre Mörder“ zu sehen. Ihr Privatleben hielt die Schauspielerin stets aus der Öffentlichkeit. 

ap 

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