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Hollywood-Schauspieler Hugh Jackman hat bei Vorstellung seines neuen Films am Wochenende die Frauenwelt in Berlin betört.

Hugh Jackman begeistert in Berlin

Berlin - Hollywood-Schauspieler Hugh Jackman hat bei Vorstellung seines neuen Films am Wochenende die Frauenwelt in Berlin betört.

Hörbar atmeten die mehrheitlich weiblichen Fans und Journalisten ein, zupften noch schnell die Röcke zurecht und reckten die Hälse nach dem amtierenden "Sexiest Man Alive", als dieser zur Premiere von "X-Men Origins: Wolverine" erschien. Nach seinem Image als Sex-Symbol befragt, gab sich Jackman jedoch beschämt: Er selbst fühle sich weder mit seinem Image noch mit seinen für den Film antrainierten Muskeln wohl, sagte der 40-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa.

Ab 29. April ist Jackman zum vierten Mal in einer Verfilmung der Comic-Serie "X-Man" in deutschen Kinos zu sehen. Der Film geht zurück in die Zeit vor der X-Men-Trilogie und erzählt die Vorgeschichte des mutierten Wolfsmenschen Wolverine und seine Verwandlung zur Kampfmaschine. Der unbesiegbare Mutant bekommt darin sensible Züge und eine traurige Vergangenheit.

Der Hauptdarsteller, der auch Co-Produzent des Films ist, inszeniert sich auf dem Plakat zum Film wie ein Calvin Klein-Model - muskelbepackt, hautenges Shirt, intensiver Blick. In zwei Szenen des Films ist er komplett nackt zu sehen. "Einige Frauen mögen das sicher", sagt der Australier. "Aber einige sagen sicher, der hat zu viele Haare auf der Brust."

Auch Auge in Auge ist der 40-Jährige ein Bild von einem Mann. Er ist braun gebrannt von der australischen Sonne, sein Gesicht wirkt wie mit dem Pinsel gezeichnet, hügelig wölbt sich der Bizeps unter dem T-Shirt. Entspannt lehnt er sich auf einer Couch zurück. Unbehagen ist nur zu spüren, wenn er auf den Titel als "attraktivster lebender Mann" angesprochen wird. "Ich versuche damit umzugehen. Ich bin immer wieder überrascht, wie anders Leute auf dich zugehen, wenn du plötzlich als Sexsymbol giltst", sagte Jackman.

Die Dreharbeiten zu "X-Men" haben seinem Aussehen jedenfalls nicht geschadet. 13 Monate lang trainierte Jackman hart und aß 5000 Kalorien jeden Tag. Selbst nachts um 3.30 Uhr klingelte der Wecker und der Star futterte Proteine und Toast ohne Butter. "In den ersten drei "X-Men"-Teilen habe ich nie die Verfassung gehabt, die ich für den Charakter Wolverine haben wollte. Er sollte noch kraftvoller wirken", sagte Jackman. "Ich hatte nie genug Vorbereitungszeit dafür." Diesmal nahm er sie sich. Aber es war eine Qual: "Ich bin richtig glücklich, wieder an Masse zu verlieren."

Als Co-Produzent war Jackman auch in der Lage, den Charakter des Wolverine weiterzuentwickeln. "Ich fand, dass er im dritten Teil etwas zu soft wurde", sagte Jackman. "Wolverine ist kein netter Kerl. Er ringt immer wieder gegen Zweifel und mit dem Wunsch, einfach er selbst zu zu können."

dpa

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