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Dieter Thomas Heck

Verfahren gegen Heck wegen versuchten Mordes?

Berlin - In seiner Biografie hat Dieter Thomas Heck mit den Sätzen schockiert, dass er vor rund 40 Jahren beinahe seine damalige Frau erwürgt habe. Das offenherzige Geständnis könnte für "Mister Hitparade" ganz böse Folgen haben.

Möglicherweise muss Heck mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Denn: Mord verjährt nach dem deutschen Strafgesetzbuch nicht - ebensowenig ein Mordversuch. Und genau das könnte Heck zum Verhängnis werden. Wie die Bild berichtet, liegt gegen ihn eine anonyme Strafanzeige wegen versuchten Mordes vor. Nach dem Bericht wird von der Staatsanwaltschaft offenbar noch in dieser Woche geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren gegen den früheren Moderator der ZDF-Hitparade eingeleitet wird.

Allerdings erscheint dies eher unwahrscheinlich, da die einzige Zeugin, Hecks damalige Frau Edda, bereits vor mehr als zehn Jahren verstorben ist.

Zur Erinnerung: In seiner Biografie bekennt Heck, er habe seine damalige Frau Edda in einem Hotelzimmer in Berlin beinahe erwürgt, aber in letzter Sekunde gestoppt. “Mit einem Reflex meiner Hände könnte ich meine Probleme lösen... Aber ich zögerte“, beschreibt der legendäre Fernsehmoderator seine Gedanken von damals. Und weiter: “Was an jenem 4. September 1971 geschah, erscheint mir heute so unvorstellbar sinnlos und entwürdigend.“ Er habe seine erste Frau betrunken im Zimmer getroffen, dann sei der Streit losgegangen. “Edda brüllte ihren ganzen Zorn, ihre ganze Bitterkeit immer lauter heraus“, berichtet der Moderator, der ab 1969 als Schnellsprecher mit der “ZDF-Hitparade“ bekanntwurde. Dann habe ihn Panik ergriffen: Er wollte sie nur noch zum Schweigen bringen.

Er sei auf sie zugestürzt, habe ihr den Mund zugehalten und die Hände um den Hals gelegt, erzählt Heck im Buch. “Edda bäumte sich unter mir auf und schlug wild um sich.“ Sie habe sich dann befreit, und Heck sei aus dem Zimmer gelaufen.

Ihn beschäftigen die dramatischen Ereignisse noch heute, berichtete er der Nachrichtenagentur dpa auf der Buchmesse in Frankfurt. “Gott sei Dank ist nichts passiert“, sagte Heck.

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