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Xavier Naidoo hat den Rechtsstreit gewonnen.

Naidoo setzt sich gegen Plattenfirma durch

Karlsruhe  - Der Soulsänger Xavier Naidoo hat sich im Streit um die Vermarktung von älteren Hits gegen seine alte Plattenfirma durchgesetzt.

In der langen Rechtsfehde Naidoos (“Dieser Weg“) gegen seine frühere Plattenfirma geht es um die umstrittene Freigabe seines nur in den USA veröffentlichten Debütalbums “Seeing Is Believing“.

Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) muss die Verwertungsgesellschaft GEMA in Ausnahmefällen die Rechte von Künstlern nicht freigeben.

Die Karlsruher Richter stärken mit ihrer Entscheidung auch die Rechte von Künstlern, die zum Karriere-Start unvorteilhafte Verträge abgeschlossen haben (Az: I ZR 5/07). Die DURR Entertainment Concept GmbH hatte die zwölf Songs des damals 21-jährigen und wenig bekannten Naidoo 1993 in den USA eingespielt. Nun wollte sie damit eine neue CD herausbringen.

Mit einem für den Mannheimer Sänger äußerst ungünstigen “Künstlerexklusivvertrag“ hatte sie sich damals die sogenannten Leistungsschutzrechte von Naidoo auch für eine Veröffentlichung in Deutschland gesichert.

Die GEMA ist zwar im Regelfall verpflichtet, Nutzungsrechte “zu angemessenen Bedingungen“ einzuräumen. Naidoo wollte die Lieder allerdings nicht freigeben - und so verweigerte sich in diesem Fall auch die GEMA, die die Urheberrechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlagen an Aufnahmen vertritt.

Der “Künstlerexklusivvertrag“ sei bereits vom Oberlandesgericht München zu Recht als sittenwidrig eingestuft worden, entschied der für Urheberrecht zuständige I. BGH-Zivilsenat rechtskräftig. Es sei der GEMA als Treuhänderin des Künstlers nicht zuzumuten, eine Lizenz zu erteilen, weil Naidoo dies zum einen ablehne und der einst geschlossene Vertrag zum anderen nichtig sei.

In erster Instanz war die GEMA dagegen 2006 vom Landgericht in München verurteilt worden, DURR Entertainment eine Lizenz für 6420 Euro zu erteilen. 

dpa

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