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Daniel Schuhmacher

Die Reise nach Hawaii muss warten

Nach seinem knappen Sieg beim Castingwettbewerb hat Daniel Schuhmacher nun viele berufliche Termine

Daniel Schuhmacher, neuester Sieger der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), hat nicht nur berufliche Termine, sondern noch eine Verpflichtung ganz anderer Art. Mit Benny Kieckhäben und Dominik Büchele hatte der 22-Jährige vereinbart, dass derjenige aus dem Trio, der am Ende Superstar werden sollte, die anderen zu einer Reise einlädt, und zwar nach Hawaii. Dieses Los trifft nun Daniel, der nach RTL-Angaben mit dem hauchdünnen Vorsprung von 50,47 Prozent aller Stimmen als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging – und sich mehr als eine Stunde nach der mitternächtlichen Entscheidung plötzlich an den Deal erinnerte.

Das DSDS-Finale in Bildern

„Über die harte Arbeit denke ich noch nicht nach“, sagte der Schwabe mit dem Babyface und dem Dreitagebart: „Ich kann gar nicht mehr tun, als hart zu arbeiten.“ In seinem Arm verharrte vor der versammelten Journalistenschar immer noch Sarah Kreuz. Sie streifte zwischendurch ihre Stöckelschuhe ab und lief barfuß. Die Turnschuhe, die eine eifrige RTL-Helferin in einer Plastiktüte vorher für sie hinter den Kulissen deponiert hatte, wollte sie nicht anziehen.

Die Heiterkeit, die der Sieger aus Pfullendorf (Baden-Württemberg) eine Stunde nach seiner Krönung an den Tag legte, stand im krassen Widerspruch zu den Minuten der Entscheidung, die gegen Mitternacht 6,18 Millionen Zuschauer (34,9 Prozent Marktanteil) sahen – etwas mehr als das eigentliche Finale der Musikshow, die zuvor ab 20.15 Uhr 6,08 Millionen (23 Prozent) eingeschaltet hatten. Bei der Bekanntgabe seines Sieges war der junge Mann, der angeblich wegen seiner Lust am Singen in der Schule gemobbt worden war, in Tränen ausgebrochen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, stammelte er. Später gestand Daniel: „Ich lass den Tränen freien Lauf, es ist mir egal, ob ich die Heulsuse der Nation bin.“

In der Finalshow hatte der Blondschopf seine Fans mit den Titeln „Soulmate“ von Natasha Bedingfield und „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers sowie mit dem eigens für ihn komponierten Siegersong „Anything But Love“ von Chef-Juror Dieter Bohlen überzeugt – und dann auch die knappe Mehrheit des Publikums. Allerdings hatte der Poptitan nach dem ersten Titel Schuhmachers noch vielsagend geäußert, man merke dem Sänger die Anspannung an. Tatsächlich wirkte Schuhmacher im Finale nervöser als in den Shows davor. Die Jury überschüttete dennoch beide Finalisten mit Superlativen („Hammermäßig“) und wollte sich vor der Entscheidung erstmals nicht auf eine Prognose festlegen.

Am Ende reichte es für den Pfullendorfer zum knappen Sieg und damit zur Nachfolge von Alexander Klaws, Elli Erl, Tobias Regner, Mark Medlock und Thomas Godoj (siehe unten). Schumacher erhält nun einen Plattenvertrag und darf sich Hoffnung auf eine Solokarriere machen. In dieser Woche beginnt für den jungen Mann mit dem leicht souligen Timbre der Stress: Der Auszug aus der „Superstar“-Villa in Köln, viele Interviews, an diesem Montag gleich ein früher Auftritt in der RTL-Sendung „Punkt 6“, Besuche bei Stefan Raabs „TV Total“, in Günther Jauchs „Stern TV“ und sogar im ZDF-„Fernsehgarten“ bei Andrea Kiewel.

Die erste Single erscheint am Freitag, und dann steht die Produktion des ersten Albums an. Hawaii ist noch lange nicht in Sicht. „Niemand hat so einen hohen Wiedererkennungswert wie du“, schwärmte Bohlen. Kein Wunder. Der Produzent aus dem niedersächsischen Tötensen schrieb nicht nur den Siegersong für Daniel, sondern wird mit ziemlicher Sicherheit mit weiteren Titeln an den künftigen CD-Verkäufen und damit unmittelbar am Erfolg beteiligt sein. Daniels Management organisiert Volker Neumüller, ebenfalls DSDS-Jurymitglied. Und nächstes Jahr gibt es einen neuen Superstar. Dieter Bohlen kündigte an, dass diese Staffel nicht seine letzte gewesen sei.

Von Carsten Rave und Rudolf Ogiermann

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