Mordprozess gegen Phil Spector gescheitert

Los Angeles - Der Mordprozess gegen den Musikproduzenten Phil Spector in Kalifornien ist gescheitert, weil sich die Jury nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnte. Dies gab der zuständige Richter am Mittwoch in Los Angeles bekannt. Nach Angaben der "Los Angeles Times" will die Staatsanwaltschaft den Produzenten in einem neuen Verfahren noch einmal vor Gericht stellen.

Spector ist nach früherer Zahlung einer Millionenkaution weiterhin auf freiem Fuß. Er war angeklagt, die Schauspielerin Lana Clarkson (40) im Februar 2003 in seiner Villa erschossen zu haben. Im Falle eines Schuldspruchs wegen Mordes drohte dem Produzenten eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren bis lebenslänglich.

Nach einem viermonatigen Indizienprozess gegen den früheren Beatles-Produzenten mit mehr als 70 Zeugenaussagen war der Fall am 10. September vor die neun Männer und drei Frauen der Jury gegangen. Mit Hilfe von Blutspuren und anderen Indizien am Tatort hatte die Anklage Spector als Täter dargestellt, der eine geladene Pistole in Clarksons Mund hielt und abdrückte. Die Verteidigung beharrte darauf, die Frau habe Selbstmord begangen.

Der Produzent hatte mit Elvis Presley, The Ronettes und den Beatles gearbeitet. Sein Ansehen verdankt er vor allem der "Wall of Sound"-Aufnahmetechnik, die er in den 60er Jahren für Hits wie "Be My Baby" und "Chapel Of Love" entwickelte.

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