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Weil er einen Call-Boy angekettet hat, muss Boy George wahrscheinlich ins Gefängnis.

Muss Boy George hinter Gitter?

London - Weil er einen Call-Boy in seiner Wohnung angekettet hatte, muss der britische Popsänger und DJ Boy George wahrscheinlich ins Gefängnis. Das Gericht in London sprach den 47-Jährigen am Freitag wegen Freiheitsberaubung schuldig; das Strafmaß soll am 16. Januar festgelegt werden.

“Haft ist die wahrscheinlichere Option“, sagte der Richter David Radford. Das Gericht hielt es für erwiesen, dass der ehemalige Culture-Club-Sänger den 29-jährigen Norweger Audun Carlsen vergangenes Jahr im April in seiner Wohnung in London gefesselt hatte. Der Call-Boy beschuldigt Boy George, ihn damals nach Aufnahmen von Nackt-Fotos angekettet und mit einer Metallkette geschlagen zu haben.

Die beiden Männer hatten sich laut Anklage für pornografische Aufnahmen und Sex in Georges Wohnung getroffen. Dabei wurden auch Drogen genommen. Carlsen erklärte, Boy George habe ihn mit Handschellen an eine Wand gefesselt und als “verdammte Hure“ beschimpft. Carlsen konnte sich jedoch selbst befreien. Als er versuchte zu flüchten, habe der Sänger auf ihn eingeschlagen. Der Call-Boy musste dann nach eigenen Angaben in Unterhosen auf der Straße um Hilfe rufen. Boy George habe ihn bestrafen wollen, weil er keinen Sex mit ihm haben wollte. Der Musiker hatte Carlsen dagegen beschuldigt, sich in seinen Computer gehackt und Fotos gestohlen zu haben.

Boy George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, war in den 80er Jahren durch Hits wie “Do You Really Want To Hurt Me?“ und seine schrillen Outfits berühmt geworden. Er musste schon einmal eine Strafe verbüßen: 2006 kehrte er in New York Straßen. Damals war er wegen Drogenbesitzes ins Visier der Fahnder gerückt.

dpa

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