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"Jennifer Rostock"-Sängerin schießt zurück

Nach Messerattacke: Rechte hetzen gegen Jennifer Weist

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Berlin - Ein Freund von Jennifer Weist wird Opfer einer Messerattacke. Die Frontfrau von "Jennifer Rostock" teilt das schreckliche Ereignis auf Facebook. Was dann geschieht, entsetzt nicht nur die Sängerin.

Sängerin Jennifer Weist war am frühen Sonntagmorgen mit einer Gruppe Freunden auf dem Party-Kiez in Berlin unterwegs, als ein Unbekannter einem ihrer Begleiter plötzlich den Hals aufschlitzte. Der junge Mann überlebte nur knapp, der Schock saß tief. Während die Polizei weiter nach dem Täter fahndet, postete Weist den schockierenden Vorfall auf Facebook und rief dazu auf, die Gegend um die Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain zu meiden.

Zwar erwähnte die 28-Jährige nur, dass es sich bei den Angreifern um männliche Personen gehandelt hat, nicht aber welcher Nationalität die Messerstecher angehörten. Doch manche User zogen schnell ihre Rückschlüsse: Sie vermuteten ausländische Kriminelle hinter dem Angriff. "Ja, das tolle bunte Berlin ist ein tolles Beispiel für ein gescheitertes Deutschland. Ekelhaft! Aber sie ist ja selber ein Verfechter dieses Multikulti-Lebensstils und damit selber Schuld", schreibt ein User. Ein weiterer legt noch eins drauf: "Tja... Echt schade... Aber wir dürfen ja nicht sagen, wer das war! Die Keule liegt schon wieder parat!"

"Eure rassistischen Kommentare könnt ihr euch schenken!"

Jennifer Weist zeigt sich gegenüber der rechten Hetzkommentare unter ihrem Post schockiert: "Ich versteh einfach nicht, was hier los ist?! eure ganzen beschissenen rassistischen Kackkommentare könnt ihr euch echt schenken", schreibt sie in gewohnt sehr offenen Worten - und erntet damit viel Zuspruch. Auch ihre politische Meinung legt die Sängerin offen: "Ich positioniere mich politisch gesehen klar links, ich verurteile jegliches rechtes Gedankengut, sogar ‚die Mitte‘ ist mir noch zu rechts."

In einem neuen Post zeigt die Sängerin erneut, was sie von den rechten Hetzkommentaren hält: "Ein brauner Haufen Scheiße verteilt sich über alle Kommentare, irgendwelche rassistischen Seiten verteilen ihr Gedankengut mithilfe meines Posts und von ‚der Antifa' muss ich mich als ‚pegida-jenny' beschimpfen lassen..."

Ob sie damit den "braunen Haufen" umstimmen kann, ist wohl eher unrealistisch.

ich bins echt leid. stellt euch vor ihr postet was und seht euch danach mit 1000000 leuten konfrontiert, die euch sachen...

Posted by Jennifer Weist on Dienstag, 18. August 2015

sb

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