Angela Wiedl.

Verstorbener Volksmusik-Star

Willi Wiedls Tochter: Mein toter Vater spricht mit mir

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Am 23. Januar starb der beliebte Volksmusiker Willi Wiedl. Seine Familie trauert, ist aber gleichzeitig auch guter Hoffnung. Denn es gibt Zeichen übernatürlicher Verbundenheit, behauptet Tochter Angela.

Wir sind frohen Herzens!“, sagt Schlager- und Volksmusiksängerin ­Angela Wiedl (49) mit fester Stimme. Und dies zwei Wochen, nachdem ihr Vater Wilhelm Wiedl († 76) gestorben ist – nach einem langjährigen und zuletzt auch grausamen Kampf gegen den Krebs, der in der Niere angefangen und sich dann im ganzen Körper des Sängers und Musikers festgesetzt hatte.

Bis wenige Tage vor jener letzten Stunde am 23. Januar um zwanzig vor elf Uhr mittags hatte die ganze Familie gehofft, mit einem neuen Medikament dem Tod noch ein paar Jahre Leben abringen zu können und er selber glaubte auch daran, er freute sich schon auf den 16. März, an dem seine Tochter Angela ihren 50. Geburtstag feiern würde.

Willi Wiedl.

Doch dann fing der Faden des Lebens zu reißen an, und einen Tag vor seinem Tod stieß es Willi Wiedl mit letzter Kraft im Krankenhaus Dachau heraus: „Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr – jetzt is aus.“ Die ganze Nacht wachten Tochter Angela, ihr Mann Uwe und Enkelin Gina Maria (4) am Bett, während ein Organ nach dem anderen seinen Dienst versagte (Sohn Willi Richard musste währenddessen noch in Leipzig ein Konzert singen). Angela Wiedl sagte immer wieder: „Papa, du darfst jetzt gehen!“. Und als die Familie für einen kurzen Moment das Krankenzimmer verlassen hatte, konnte der gelernte Metzgermeister dann auch loslassen – im Glauben an Gott und das ­ewige Leben.

Viele weitere Zahlensymboliken

Und damit fängt die eigentliche Geschichte an: Willi Wiedl hat seiner Tochter Angela nämlich viele Tage hintereinander Botschaften geschickt. Am Tag seines Todes, als sie mit Ehemann Uwe und Tochter Gina mit dem Schlitten in die Natur daheim bei Odelzhausen marschiert ist, zeichneten sich am Himmel Engelsflügel und eine Endlosschleife für die Ewigkeit ab. Angela Wiedl hat es fotografiert.

Und jede Nacht von zwei bis sechs Uhr hat er seiner Angela Eingebungen geschickt, dass nichts zufällig sei, dass alles geschrieben steht – der Anfang und auch das Ende. Und das bewies sich auch eindrucksvoll beim Seelengottesdienst in Sittenbach am 27. Januar um 11 Uhr, als Angela Wiedl zehn Minuten später den Eintrag des Vaters in ihr ­Poesie-Album vorlas und auf seine Zeichnung starrte, die eine Kirche mit Turmuhr zeigt – die Zeiger auf 11.10 Uhr.

Nicht das einzige Zeichen. Angela Wiedl: „Das Datum des Eintrags, der 24.08.1975, ist in der Zahlenmystik das Geburtsdatum unserer Tochter ­Gina Maria, der 22. Juni“, rechnete Angela Wiedl nach. „Es beinhaltet auch den Hochzeitstag meiner Eltern, den 14.04. Und das Geburtsdatum meines Vaters am 26.10.1940 beinhaltet den Geburtstag meines Mannes Uwe am 08.05.1954.“

Dieser Geburtstag am 8.05. wiederum schließt den Todestag von Angela Wiedls Tochter Angelina mit ein – der 13. Juni. Dieser Tag entriss ihr 2005 das Herzallerliebste im Alter von fünf Jahren durch eine Gehirn-Embolie. Aber dieser Tag schenkte ihr in der Folge, Jahre später, eben auch wieder ein neues Glück, als sie den Sänger Uwe­ ­Erhardt kennenlernte und mit 45 Jahren noch einmal Mutter von Gina Maria wurde.

„Es steht eben alles geschrieben“, bekräftigt Angela Wiedl. Und sie könnte noch viele weitere Zahlensymboliken und Zeichen, wie nächtliches Glockengeläut, aufführen, die ihr über die letzten Tage zuteil wurden. „Unser lieber Vater hat nicht nur im Leben seine Spuren in unseren Herzen hinterlassen, er hat auch seine Zeichen im Leben und im Sterben gesetzt.“

So hat ihn die Familie auch mit viel Symbolik verabschiedet – mit einem Weißwurst-Essen seines ehemaligen Dienstherrn ­Magnus Bauch, mit Williamsbirn-Schnaps, Jodlern und Gesang. Die kleine Gina Maria (5) wusste sofort: „Jetzt hat’s der Opa geschafft, jetzt ist er bei ­Angelina.“ Gina hat den Opa sterben sehen und sie wollte ihn auch noch im Leichenhaus verabschieden, als er ganz friedlich im Sarg lag.

Den Tod als Teil des Lebens zu begreifen, findet Angela Wiedl auch für ein Kind wichtig. „Im Fernsehen sieht man dauernd ­Tote – ohne mitzufühlen.“ Und sie sagt auch: „Niemand muss Angst vor dem Sterben haben. Mein Vater ging in Gottvertrauen.“

Übrigens genau an dem Tag, an dem Simon geboren wurde – der Kleine von Angela Wiedls bestem Freund und Ginas Patenonkel. „Wir sind alle aus einer Schöpfung, egal ob aus Syrien oder Afrika, wir sind alle eins.“

Angela Wiedl hat auch keine Angst vor dem Tod, es wird für sie der Tag sein, an dem sie ihre kleine Angelina und ihren Vater wiedersieht.

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