Nach "Wetten, dass ..?" mit der "Grünen Minna" in den Knast

- Bremen - "Wer A sagt, muss auch B sagen", verabschiedete sich Thomas Gottschalk am Samstagabend in Bremen nach der "Wetten, dass..?"-Show und verschwand für eine Nacht im Knast. Statt großer Hotelsuite nahm er mit einer Zelle samt harter Pritsche in der Justizvollzugsanstalt (JVA) der Hansestadt vorlieb. "Im Hotel war es sowieso zu warm", unkte der 53-Jährige, der vielleicht vergeblich auf einige klitzekleinen Vergünstigungen hoffte. "Wecken ist für Herrn Gottschalk um 8.00 Uhr", sagte ein JVA-Beamter streng.

<P>Der neue "Knastbruder" ließ sich gleich nach der Show von der Polizei in einer "Grünen Minna" ins Gefängnis fahren. Damit löste der beliebte Entertainer seine verlorene Stadtwette vom 6. Dezember in Freiburg ein. "Ich habe ein bisschen Hoffnung, dass ich vielleicht nach einer Stunde wegen guter Führung wieder entlassen werde", meinte er augenzwinkernd zu den um Mitternacht vor dem Gefängnistor wartenden Journalisten. "Der Knast ist baulich schöner, als ich gedacht habe", sagte Gottschalk noch, dann schloss sich die Tür hinter ihm.</P><P>Zuvor hatte der gut aufgelegte Moderator mit Witz und gewohnter Routine durch die Show geführt. Seine zu Spaß bereiten Gäste auf dem Sofa sorgten für viele Lacher im Publikum. Die Wetten waren spannend und wurden trotz pessimistischer Wettpaten alle bis auf eine gewonnen. 14,19 Millionen Zuschauer verfolgten die Show am Fernseher. Der Marktanteil erreichte nach ZDF-Angaben 45,2 Prozent.</P><P>Für die Wettverlierer hatte sich Gottschalk wie üblich kleine Gemeinheiten ausgedacht: So durfte Hape Kerkeling seine Bügelkünste beweisen. Schließlich spiele dieser in dem Kinofilm "Samba in Mettmann" (Start 29.1.) den Sohn eines Reinigungsbesitzers, sagte Gottschalk. Auch Bremens Bürgermeister Hartmut Perschau (CDU) kam nicht ungeschoren davon. Nach kurzem Zögern legte er seine hanseatische Zurückhaltung ab, tauschte sein weißes Oberhemd gegen einen weißen Bademantel und präsentierte sich damit den Bremern in einem ganz ungewohnten Outfit. Die rund 1700 Zuschauer in der ausverkauften Messehalle fanden's gut.</P><P>Schauspielerin Veronica Ferres, die nicht glauben wollte, dass zehn Menschen in sieben Metern Höhe auf einem 50 Mal 50 Zentimeter großen Brett Platz haben, musste daraufhin Kerkeling einen Heiratsantrag machen - kein Problem für die beiden Profis, die ihre Aufgabe urkomisch lösten. Eingebrockt hatten ihnen das Hans-Georg Schmerer und sein Team aus dem schwäbischen Wüstenrot, die ihre Außenwette gewannen und überlegen Wettkönige wurden.</P><P>Moderatorin Carmen Nebel bekam von Gottschalk die schwierigste Aufgabe: Sie muss am kommenden Samstag (31.1.) bei ihrem ZDF-Debüt in ihre Begrüßungsrede die Worte Praxisgebühr, Bauchnabel, Schnäppchenjagd, Betonmischmaschine und Brechdurchfall einfließen lassen.</P><P>Und auch Gottschalk verlor erneut seine Stadtwette. Der aus Bremen stammende Sportreporter Jörg Wontorra mobilisierte die Hanseaten, ein Containerhaus mitten in der Innenstadt mit Leben zu füllen. Am Ende der Sendung waren wie verlangt Wohn-, Ess-, Kinder- und Schlafzimmer eingerichtet, und die Bewohner schauten "Wetten, dass..?". Diesmal löste Gottschalk seine Wettschuld gleich ein. Bevor er am Sonntagmorgen wieder in die Freiheit entlassen wurde, sprach er im Bremer Knast zu den Gefangenen noch "Das Wort zum Sonntag".</P><P>Die nächste "Wetten, dass..?"-Show kommt am 28. Februar aus Klagenfurt in Österreich.</P><BR><BR> 

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