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Etwa 500 Opfer soll der 2011 verstorbene Savile missbraucht haben.

Unkontrollierter Zugang zu Patienten

Neue Details über Jimmy Saviles Sexualstraftaten

London - Auch Jahre nach dem Tod des einstigen BBC-Moderators Jimmy Savile kommen immer neue Details zu seinen Sexualstraftaten ans Licht.

Am Donnerstag veröffentlichte eine Untersuchungskommission Einzelheiten über Umtriebe des einstigen „Top of the Pops“-Moderators im Krankenhaus des Ortes Stoke Mandeville in der Grafschaft Buckinghamshire. Dort missbrauchte Savile dem Report zufolge vor allem in den 70er und 80er Jahren mindestens 63 Patienten im Alter zwischen acht und 40 Jahren.

Der Bericht wirft auch ein Licht auf die Kontrollmechanismen in dem Krankenhaus. Savile hatte sich mit großzügigen Spenden und freiwilligen Diensten Zugang verschafft. Zeugen berichteten, wie er völlig unkontrolliert ein und aus gegangen sei.

Die BBC zeigte Bilder, wie der schrille Moderator bei Patienten Blutdruck misst oder sich von im Bett liegenden Menschen die weißblonde Mähne kämmen lässt. Bis zu zehn Beschwerden von Patienten seien vom Krankenhauspersonal nicht ernst genommen worden.

Vor zwei Wochen wurde ein ehemaliger Kinderarzt aus demselben Krankenhaus zu 18 Jahren Haft verurteilt. Der heute 79-Jährige hatte sich an Mädchen vergangen und den Missbrauch als ärztliche Behandlungen hinter einer spanischen Wand getarnt. Nach Überzeugung des Gerichtes machte er sich auch zweier Vergewaltigungen schuldig.

Die Taten in Stoke Mandeville sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Straftatenregister von Savile, das insgesamt um die 500 Opfer umfasst. Im Sommer vergangenen Jahres war deutlich geworden, wie er in einem Krankenhaus in Leeds zahlreiche Patienten missbraucht haben soll. Dort soll sich Savile sogar Zugang zur Leichenhalle verschafft haben. Hinzu kommen zahlreiche Straftaten auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten der BBC. Die Affäre hatte die britische Rundfunkanstalt in eine schwere Krise gestürzt.

dpa

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