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Delphine Boël soll angeblich die uneheliche Tochter von Belgiens Ex-König Albert II. sein 

Druck auf Albert II. wächst

Angebliche Tochter reicht neue Klage ein

Brüssel - In der Affäre um eine angeblich uneheliche Tochter wächst der Druck auf Belgiens Ex-König Albert II. (79). Die 45-Jährige zog eine Klage zurück und kündigte für Montag eine neue an.

Nach seiner Abdankung wird Belgiens Ex-König Albert II. von der Affäre um eine angebliche uneheliche Tochter eingeholt. Die heute 45-Jährige Delphine Boël kündigte am Dienstag eine neue Vaterschaftsklage an, um vor Gericht einen DNA-Test des Ex-Königs zu erzwingen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Diese neue Klage habe Aussicht auf Erfolg, weil der 79-jährige Monarch seit seiner Abdankung Ende Juli keine königliche Immunität mehr genießt und auf einen DNA-Test verklagt werden könne. Ihre ursprüngliche Klage zog sie deshalb am Dienstag zurück.

Der Skandal erschüttert Belgiens Monarchie nur wenige Wochen nach der glanzvollen Thronübergabe von Albert an seinen Sohn König Philippe (53). Auch der öffentliche Druck wächst: Belgische Zeitungen veröffentlichten am Dienstag neue Dokumente und Fotos aus den 1970er Jahren, die Albert mit seiner angeblichen Tochter Delphine zeigen sollen. Albert II. hüllt sich seit Jahrzehnten zu der Affäre in Schweigen.

Die Adlige Sybille de Selys Longchamps (72) unterstützt das Anliegen ihrer Tochter und war vor einigen Monaten an die Öffentlichkeit gegangen. In Interviews erklärte sie, eine 18 Jahre lang dauernde Liebesbeziehung mit dem damaligen Prinzen Albert geführt zu haben - Delphine soll die gemeinsame Tochter sein. Albert II. ist seit 1959 mit seiner Frau Paola (75) verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Der König räumte 1999 öffentlich ein, dass seine Ehe zwischenzeitlich in einer Krise war. Eine Biografie über Königin Paola enthüllte damals, dass die Ehe wegen der Geburt der illegitimen Tochter angeblich vor der Scheidung stand.

Die heute 45-Jährige Delphine will erreichen, dass der betagte Ex-König sie als Tochter anerkennt. Eine erste Klage vom Juni zog Boël am Dienstag vor dem Brüsseler Zivilgericht zurück. Sie verzichtet nach Angaben von Belga nun darauf, genetische Informationen von Alberts Kindern, König Philippe und dessen Schwester Astrid, zu erzwingen. Stattdessen verlangt sie von Albert selbst eine DNA-Probe und will ihren offiziellen Vater, Jacques Boël, dazu bringen, auf seine Vaterschaft zu verzichten.

Vor Gericht ließen sich die Parteien von Anwälten vertreten. Die neue Klage werde am Montag vorgelegt, kündigte Delphines Anwalt, Alain De Joung, an. Zu den Aussichten wollte sich De Joung im Radiosender RTBF nicht äußern, sagte aber: „Sie [Delphine Boël] ist sehr zuversichtlich.“

dpa

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