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Das israelische Supermodel Bar Refaeli hat eine Standpauke eines rechtsradikalen Juden erhalten.

Neuer Ärger für Fotomodel Bar Refaeli

Tel Aviv - Supermodel Bar Refaeli hat eine Standpauke eines rechtsradikalen Juden erhalten. Er stört sich an ihrer Beziehung mit Leonardo DiCaprio. Doch auch sonst hat sie nur Ärger in der Heimat.

Das israelische Supermodel Bar Refaeli hat wegen seiner Liaison mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio eine Standpauke von Rechtsradikalen erhalten. “Heirate lieber einen netten jüdischen Jungen“, schreibt der rechtsextremistische Aktivist Baruch Marzel in einem Brandbrief an die in den USA lebende 24-Jährige.

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Er habe nichts persönlich gegen DiCaprio, der zweifelsfrei ein talentierter Schauspieler sei, aber der nicht-jüdische 35-Jährige sei einfach nicht der Richtige. “Komm zu Verstand (...) Heirate nicht Leonardo DiCaprio. Schädige nicht die kommenden Generationen“, zitieren die israelischen Medien am Dienstag aus dem Brief.

“Assimilation ist schon immer ein Feind der Juden gewesen“, heißt es darin weiter. Und dann appelliert Marzel an die Familienehre: “Es ist kein Zufall, dass du als Jüdin geboren worden bist. Deine Großmutter und deren Großmutter hätten sich nicht träumen lassen, dass einer ihrer Abkömmlinge eines Tages die kommenden Generationen vom Judentum abtrennen wird.“

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Der Siedleraktivist schrieb im Namen der Organisation Lehava (Flamme), der gemischte Ehen von Juden ein Dorn im Auge sind. In einem Interview mit der “Jerusalem Post“ legte Marzel dann noch nach: Jemand, der so berühmt sei wie Bar Refaeli, solle sich schämen, das Judentum auf diese Weise zu betrügen. Marzel wollte dem Supermodel eigentlich am Telefon die Leviten lesen. Sie habe aber nicht abgenommen, sagte er.

Nach jüdischem Religionsgesetz wären die Kinder von Bar Refaeli auch Juden, weil die Religionszugehörigkeit über die Linie der Mutter weitergegeben wird. Viele Juden sehen jedoch gemischte Ehen als Gefahr für das Fortbestehen des jüdischen Volkes. Sie befürchten unter anderem ein Abrücken von den jüdischen Traditionen.

Ärger in der Heimat

Das Top-Model hat auch anderweitig Ärger in seiner Heimat. Zum einen wird Bar Refaeli von manchen Landsleuten verübelt, dass sie sich um den für Frauen obligatorischen Militärdienst in Israel gedrückt hat. Und zum anderen schäumt der Fiskus, weil sie in Israel keine Steuern zahlt. Ein israelischer General hat zum Boykott von Waren aufgerufen, für die Bar Refaeli wirbt.

dpa

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