Neuer Mordprozess gegen Phil Spector

Los Angeles - Neuer Mordprozess gegen den Musikproduzenten Phil Spector (67): Ein Richter in Los Angeles hat den 29. September als Termin für den Prozessauftakt festgesetzt, berichtete der Internetdienst "E!Online".

Das erste Verfahren gegen Spector war im September 2007 gescheitert, weil sich die Jury nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnte. Die Staatsanwaltschaft kündigte damals schon an, den früheren Beatles-Produzenten in einem neuen Prozess noch einmal vor Gericht zu stellen. Spector war angeklagt, die Schauspielerin Lana Clarkson (40) im Februar 2003 in seiner Villa erschossen zu haben.

Nach einem viermonatigen Indizienprozess mit mehr als 70 Zeugenaussagen war der Fall am 10. September vor die neun Männer und drei Frauen der Jury gegangen. Mit Hilfe von Blutspuren und anderen Indizien am Tatort hatte die Anklage Spector als Täter dargestellt, der eine geladene Pistole in Clarksons Mund gehalten und abgedrückt haben soll. Die Verteidigung beharrte darauf, die Frau habe Selbstmord begangen.

Spector, der selbst nicht vor Gericht aussagte, hatte wiederholt seine Unschuld beteuert. Sein Chauffeur sagte hingegen aus, er habe seinen Chef und Clarkson vor der Villa des Produzenten abgesetzt und später einen Schuss gehört. Dann sei Spector mit einer Waffe in der Hand aus dem Haus gelaufen und habe zugegeben, jemanden getötet zu haben. Weitere Zeugen hatten ähnliche Situationen beschrieben, in denen der angetrunkene Produzent sie in seiner Villa angeblich mit einer Waffe bedrohte.

Spector hatte mit Elvis Presley, The Ronettes und den Beatles gearbeitet. Sein Ansehen verdankt er vor allem der "Wall of Sound"- Aufnahmetechnik, die er in den 60er Jahren für Hits wie "Be My Baby" und "Chapel Of Love" entwickelte. Er komponierte auch "River Deep Mountain High" und verhalf damit Tina Turner zum Durchbruch.

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