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Die australische Schauspielerin Nicole Kidman will mehr Frauen auf dem Regiestuhl sehen. Foto: Alastair Grant

Diversity

Nicole Kidman fordert mehr Unterstützung für Regisseurinnen

Im Filmgeschäft müsse sich etwas ändern, findet die Schauspielerin. Sie beklagt, dass es - wie in vielenen anderen Branchen auch - immer noch überwiegend Männer sind, die das Sagen haben.

Cannes (dpa) - Die australische Schauspielerin Nicole Kidman hat den Mangel an Regisseurinnen beklagt. Nur bei sehr wenigen großen Hollywoodfilmen im Jahr 2016 hätten Frauen Regie geführt, sagte die 49-jährige Oscarpreisträgerin am Mittwoch beim Filmfestival Cannes.

Durch die Streamingdienste und Fernsehen gäbe es zwar viele neue Möglichkeiten. Doch auch von den Serien würden nur sehr wenige von Frauen gemacht.

"Wir als Frauen müssen Regisseurinnen unterstützen." Sie hoffe, dass sich die Situation im Laufe der Jahre ändern werde. Einige Menschen würden zwar sagen, dass sich bereits etwas verändert habe - "hat es aber nicht".

Nach Angaben der Motion Picture Association of America führten Frauen im vergangenen Jahr bei 4 Prozent der 100 einspielstärksten Filme Regie.

Kidman stellte bei den Festspielen den Wettbewerbsbeitrag "Die Verführten" der US-Regisseurin Sofia Coppola (46) vor. Die Oscarpreisträgerin ("Lost in Translation") erzählt von einer Mädchenschule während des Bürgerkrieges 1864. Als die Schule einen verletzten Soldaten aufnimmt (Colin Farrell), buhlen die Frauen und jungen Mädchen um seine Aufmerksamkeit. Nicole Kidman spielt die Rolle der Schulleiterin, daneben sind auch Kirsten Dunst und die Jungschauspielerin Elle Fanning zu sehen.

Festival Cannes

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