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Königliches Winke-Winke bekamen die hunderte Schaulustigen zu sehen.

Empfang bei Königswetter

Niederländisches Königspaar in Stuttgart

Stuttgart - Mehrere hundert Schaulustige haben am Dienstag das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima vor dem Neuen Schloss in Stuttgart begrüßt.

Um 13.02 Uhr hat das Warten auch für die Schaulustigen auf dem Stuttgarter Schlossplatz ein Ende: Begleitet von einer Motorradeskorte fährt das niederländische Königspaar vor. Als Willem-Alexander (46) und Máxima (42) aussteigen und winken, brandet Jubel auf - Fotoapparate klicken. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und seine Frau Gerlinde heißen das Königspaar willkommen. Rund zehn Stunden werden sich Willem-Alexander und Máxima in Baden-Württemberg aufhalten - es ist zugleich der Abschluss ihres zweitägigen, vielbejubelten Antrittsbesuchs beim Nachbarn.

Deutschland Autoland. Der Tag beginnt bei Opel in Rüsselsheim und endet im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. In Rüsselsheim steht in den Etagen des Foyers ein Opelaner neben dem anderen. Das Königspaar gibt sich locker und gut gelaunt. Wenig später bei Aerospace, Teil des Technik- und Rüstungskonzerns Diehl, fühlt sich Willem-Alexander als Pilot ein bisschen wie Zuhause, als der Tross den Flugsimulator erreicht. „Ich ahne jetzt, was kommt“, scherzt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Schon nimmt der König Platz, beginnt in guter Laune zu fachsimpeln und zeigt sein Können als Pilot. Der 46-Jährige setzt sich auch Zuhause schon mal hinter das Steuer einer Maschine.

Wenige Stunden später im Neuen Schloss in Stuttgart bekommen die beiden ein wahrlich königliches Mahl serviert - unter anderem mit kalt marinierte Scheiben von der Poulardenbrust, Filetsteak vom Hohenloher Weiderind und Himbeertörtchen auf Ananas-Carpaccio. Noch ein Programmpunkt im Schloss - ein Runder Tisch mit Wirtschaftsvertretern - danach schlagen die Königin und der König kurzzeitig getrennte Wege ein.

Während Máxima sich an der Universität Hohenheim der Wissenschaft hingibt, besucht Willem-Alexander den Maschinenbauer Trumpf. Geschäftsführerin Nicola Leibinger-Kammüller ist im königlichen Wagen mit nach Ditzingen gefahren. Sie habe sich im Auto mit ihm toll unterhalten - über die deutsche und die niederländische Industrie, andere Königshäuser, Karrieren von Frauen und Teilzeitmodelle. Bei der Einführung erntet sie herzliche Lacher als sie Trumpf mit seiner Familie vergleicht: „Was die Vorteile von einem Familienunternehmen sind, das wissen Sie, denke ich. Das ist so wie in einem Königshaus.“

Ihr Fazit nach einer Stunde Kurzbesuch: Willem-Alexander sei ein Türöffner im klassischen Sinne, ein „netter und intelligenter Mann“. Und trotzdem sei sie sehr froh, am nächsten Tag wieder aus dem Blitzlichtgewitter heraus zu sein. Ein wirklicher Monarchiefan sei sie nicht, gibt Leibinger-Kammüller zu. „Ich glaube, wir fahren ganz gut mit unserem Modell.“

König Willem-Alexander und Königin Máxima zum Antrittsbesuch in Deutschland

König Willem-Alexander und Königin Máxima zum Antrittsbesuch in Deutschland

dpa

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