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US-Präsident Barack Obama äußerte sich zu dem Fall Bill Cosby und warf dem Komiker indirekt vor, seine Opfer vergewaltigt zu haben.

Präsident äußerst sich zu Missbrauchs-Vorwürfen

Obama wirft Bill Cosby indirekt Vergewaltigung vor

Washington - US-Präsident Barack Obama hat dem wegen Missbrauchs-Anschuldigungen in die Kritik geratenen Komiker Bill Cosby (78) indirekt Vergewaltigung vorgeworfen.

„Wenn man einer Frau oder einem Mann eine Droge gibt und mit diesem Menschen Sex ohne dessen Einverständnis hat, ist das Vergewaltigung“, sagte Obama am Mittwoch im Weißen Haus. Kein zivilisiertes Land dürfe dies hinnehmen. Obama antwortete damit auf die Frage eines Journalisten, ob Obama dem Komiker die US-Freiheitsmedaille aberkennen würde. Es gebe aber keinen „Mechanismus“ dafür, sagte Obama.

Die heutige „Medal of Freedom“ wird seit mehr als 50 Jahren verliehen. Empfänger waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Mutter Teresa und Moderatorin Oprah Winfrey. Ursprünglich hatte Präsident Harry Truman die Auszeichnung 1945 für Verbündete der USA im Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen.

Cosby erhielt die Medaille im Jahr 2002. Mehr als zwei Dutzend Frauen warfen ihm in den vergangenen Jahren sexuelle Vergehen vor. Einige Fälle liegen viele Jahrzehnte zurück. Cosby verliert immer mehr an Unterstützung: Jetzt ist auch Whoopi Goldberg (59) von ihm abgerückt. „Alle uns zugänglichen Informationen deuten auf Schuld hin“, sagte sie am Dienstag (Ortszeit) in der US-Talkshow „The View“. Bisher hatte sie ihn in dem Skandal in Schutz genommen.

dpa

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