Odyssee von Glitter geht weiter - Warten am Flughafen von Bangkok

London - Die Odyssee von Gary Glitter geht weiter: Der Sexualstraftäter und 70er-Jahre-Popstar ist am Donnerstag wieder auf dem Flughafen von Bangkok gelandet, nachdem ihn die chinesischen Behörden in Hongkong dorthin zurückgeschickt hatten.

 "Er wird entweder versuchen, in einem anderen Land unterzukommen, oder nach Großbritannien zurückkommen", sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. Thailand verweigert dem 64-Jährigen weiter die Einreise. Die Rückkehr nach Großbritannien sei für Glitter die einzige Wahl, sagte Col Worawat von der Flughafen-Polizei in Bangkok.

Während des Flugs nach Hongkong am Vortag wollte sich Glitter nach Medienberichten einen VIP-Empfang in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong bereiten. Er habe eine Stewardess gebeten, für ihn nach der Landung eine Begleitung durch die Passkontrolle zu organisieren. "Ich bin sehr berühmt und etwas schwerhörig", sagte er der Stewardess nach einem Bericht des "Independent". Mitreisenden Journalisten sagte Glitter, er wolle sich in Hongkong medizinisch behandeln lassen.

Der frühere Sänger war am Dienstag aus einem Gefängnis in Vietnam entlassen worden, wo er wegen Kindesmissbrauchs eine fast dreijährige Haftstrafe verbüßte. Nach einem Zwischenstopp in Bangkok klagte er über Herzprobleme und Ohrenschmerzen und verweigerte den geplanten Weiterflug nach London. Nach mehr als 20 Stunden im Transitbereich arrangierte die Airline Thai Airways International einen Flug nach Hongkong. Dort verweigerte ihm China die Einreise und schickte ihn nach Bangkok zurück.

Experten halten es für unwahrscheinlich, dass irgendein Land den Sexualstraftäter aufnehmen wird. Bevor er in Vietnam verurteilt wurde, war der Musiker bereits aus Kuba und Kambodscha ausgewiesen worden. In Großbritannien gibt es für verurteilte Pädophile strenge Auflagen. Glitter würde nach seiner Ankunft in ein Register für Sexualstraftäter eingetragen und müsste die Polizei über seinen jeweiligen Aufenthaltsort informieren. Reisen ins Ausland wären ihm nicht erlaubt.

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