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Oliver Stone ist weder von Clinton noch von Trump begeistert.

Filmregisseur über die US-Wahl

Oliver Stone: "In Trump steckt ein Verrückter"

New York - Hillary Clinton hält er für eine "Kriegstreiberin", Donald Trump für einen "Verrückten" - Filmregisseur Oliver Stone betrachtet die US-Präsidentschaftswahl als Entscheidung zwischen zwei Übeln.

Die US-Wähler steckten angesichts dieser Alternative "in der Zwickmühle", sagte Stone in einem Interview des Schweizer Fernsehsender RTS, das kurz vor der ersten TV-Debatte zwischen Clinton und Trump in der Nacht zum Dienstag ausgestrahlt wurde.

Stone sagte, er halte Trump für "gefährlich". Der Immobilienmilliardär könne sich zwar gut im Fernsehen verkaufen, "doch in ihm steckt ein Verrückter". Zugleich warnte er jedoch, Clinton würde als Präsidentin einen international wesentlich "aggressiveren" Kurs fahren als Amtsinhaber Barack Obama. Dies gelte etwa für den Syrien-Konflikt oder den Umgang mit Russland.

Stone hob hervor, dass Clinton als Außenministerin die internationale Militärintervention in Libyen unterstützt und seinerzeit als Senatorin für den US-geführten Angriff gegen den Irak gestimmt hatte. Sie werde von den gleichen "Impulsen" getrieben wie die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher, befand der Regisseur: "Vielleicht hat sie psychologisch etwas zu beweisen", sagte der 70-Jährige, der im Laufe seiner Karriere viele Filme politisch kontroversen Inhalts gedreht hat.

Stones neuestes Werk "Snowden" erzählt die Geschichte des IT-Spezialisten Edward Snowden, der 2013 das weltweite Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA enthüllt hatte und in Russland im Exil lebt.

AFP

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