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Olivia de Havilland.

100-Jährige kämpferisch

Olivia de Havilland klagt gegen TV-Serie „Feud“

Auch im hohen Alter ist Olivia de Havilland kämpferisch. In Los Angeles zieht die Filmlegende im Streit um eine TV-Serie vor Gericht - einen Tag vor ihrem 101. Geburtstag.

Los Angeles - Filmlegende Olivia de Havilland ist einen Tag vor ihrem 101. Geburtstag im Streit um eine TV-Serie vor Gericht gezogen. Die Schauspielerin, die vor allem für ihre Rolle als Melanie Hamilton im Südstaatenepos „Vom Winde verweht“ (1939) bekannt ist, hat in Los Angeles Klage gegen die Serie „Feud“ eingereicht. Die zweifache Oscar-Preisträgerin wirft dem US-Sender FX und Regisseur Ryan Murphy vor, ihre Person unerlaubterweise und zudem fälschlich porträtiert zu haben. De Havilland pocht unter anderem auf Schadenersatz und auf ein Verbot, ihr Abbild zu benutzen.

Die TV-Serie „Feud“ dreht sich um die langjährige Rivalität der beiden Hollywood-Diven Joan Crawford (Jessica Lange) und Bette Davis, gespielt von Susan Sarandon. De Havilland wird von Catherine Zeta-Jones dargestellt. Die im Stil einer Pseudo-Dokumentation gedrehte achtteilige TV-Serie war in den USA im März und April ausgestrahlt worden.

In der Klageschrift, die unter anderem vom Filmblatt „Variety“ veröffentlicht wurde, heißt es, de Havilland sei immer um Integrität und Würde bemüht gewesen. Klatsch und Lügen habe sie abgelehnt. In der Serie jedoch würden ihr in einem erfundenen Interview falsche Aussagen in den Mund gelegt. Ihr guter Ruf werde dadurch geschädigt.

Der Filmstar beklagt auch, dass Zeta-Jones in der Rolle von de Havilland in einer Episode abfällig über ihre Schwester und Schauspielkollegin Joan Fontaine spricht. De Havilland macht in der Klage geltend, sie habe ihre jüngere Schwester nie schlecht gemacht. Fontaine war 2013 mit 96 Jahren gestorben.

Die Leinwandlegenden Crawford und Davis, um die sich die Serie dreht, standen 1962 zusammen für den Film „Was geschah wirklich mit Baby Jane?“ vor der Kamera. Die spektakuläre Dauerfehde der beiden ging in die Filmgeschichte ein. Crawfords starb 1977, Davis 1989.

De Havilland, die seit langem in Paris lebt, war mit Davis eng befreundet. Sie drehten vier Filme zusammen, darunter den Psychothriller „Wiegenlied für eine Leiche“ (1964).

Schlagzeilen machte de Havilland Anfang der 1940er Jahre auch mit einem juristischen Feldzug gegen die Macht der Filmstudios. Sie prozessierte damals erfolgreich gegen Warner Bros., um sich aus einem langjährigen Vertrag mit dem Studio zu befreien.

dpa

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