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Mit David Bowie hat die Musikwelt einen ihrer ganz Großen verloren.

Kirchen spielen seine Hits

Online-Petition an Gott: Gib uns David Bowie zurück!

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London - Fans von David Bowie sind sich sicher: Gott hat einen Fehler gemacht, als er die Musiklegende zu sich holte. Sie wollen den Allmächtigen "überreden". Kirchenglocken könnten dabei helfen.

Zu praktisch jedem Thema gibt es mittlerweile eine Online-Petition, doch diese ist ganz besonders. Sie richtet sich nämlich an niemand Geringeren als Gott. Der muss sich, so ist sich Andrea Natella sicher, geirrt haben, als er das 69-jährige Pop-Genie am vergangenen Montag zu sich rief. So ein Schnitzer kann jedem mal passieren, denkt sich die Römerin offenbar und will nun sanften Druck auf den Schöpfer allen Seins ausüben, damit der seine Handlung rückgängig macht. 

Dabei setzt sie jedoch nicht auf Gebete, sondern auf 7500 Menschen, die wie sie selbst nicht akzeptieren wollen, dass das legendäre Pop-Chamäleon nicht mehr lebt. Unter dem Motto "Sag nein dazu, dass David Bowie tot ist" hat sie in nur zwei Tagen bis Mittwochnachmittag (16.30 Uhr) auch bereits erstaunliche 5443 Unterstützer gefunden.

Kirchenglocken spielen Bowie-Hits

Sakrale Töne könnten Gott dabei vielleicht milde stimmen. Denn nicht nur viele Promis trauern um den Ausnahmekünstler, der den Kampf gegen den Krebs verlor, auch Geistliche haben sich als Bowie-Fans geoutet und gedenken des Verstorbenen auf ihre Weise. So spielten die Glocken des Doms im niederländischen Utrecht Bowies Hit "Space Oddity":

Im britischen Hertfordshire verpasste der Organist Nicholas Freestone dem Bowie-Klassiker "Life On Mars" ein sakrales Gewand.

In Oslo schließlich wird jeden Abend bis Ende Mai das Glockenspiel des Rathauses David Bowies Song "Changes" zu Ehren des Mannes zum besten geben, der wie nur wenige über Jahrzehnte die Rock- und Pop-Szene prägte.

Schon als Ende Dezember Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister verstarb, hatte die norwegische Hauptstadt die Liste der stündlich wechselnden aus dem Rathaus erklingenden Musikstücke aktualisiert.

Berlin soll David-Bowie-Straße bekommen

Nicht nur Atheisten räumen dem Unterfangen jedoch eher geringe Erfolgschancen ein - anders als der Online-Petition, die erreichen will, dass Berlin eine Straße nach dem Musiker benennt. Bowie hatte in den 70er Jahren in der Hauptstraße im Stadtteil Schöneberg gelebt und in der Stadt unter anderem sein Album „Heroes“ aufgenommen. „Hauptstraßen gibt es viele in Berlin, aber noch keine David-Bowie-Straße“, heißt es in einer entsprechenden Online-Petition auf der Plattform change.org. Bis Mittwochnachmittag (16.50 Uhr) unterzeichneten knapp 4500 Menschen den Aufruf.

Der zuständige Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Daniel Krüger, sagte, grundsätzlich sei eine solche Namensgebung nicht auszuschließen. Es gebe aber in Berlin ein Straßengesetz, das sage: Eine Straße dürfe erst fünf Jahre nach dem Tod eines Menschen nach der Person benannt werden, erklärte der CDU-Politiker. Denkbar sei auch, mit einer Stele oder einer Gedenktafel an Bowies früherem Wohnort an ihn zu erinnern.

US-Tierpark nennt jungen Zwergpinguin "Bowie"

Tierische Verehrung wird Bowie währenddessen aus den USA zuteil. Der Tierpark von Cincinnati benannte einen jungen Zwergpinguin nach ihm. Das niedliche Tierchen war am vergangenen Freitag, Bowies 69. Geburtstag, geboren worden.

hn/dpa/afp

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